Nachtbad, Müllerstraße, Szenelokal
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Simon Gerber (l.) und Mitja Lefere vor den Duschen des Nachbads.
Nachtbad, Müllerstraße, Szenelokal
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Das einstige Sauna-Flair ist noch sichtbar. Kreis: Simon Gerber und Mitja Lafere gehören zum ­Betreiber-Konsortium des Nachtbads
Nachtbad, Müllerstraße, Szenelokal
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Wie man sein muss, um reinzukommen? Entspannt
Nachtbad, Müllerstraße, Szenelokal
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Der Eingang an der Müllerstraße 45. Der Sauna-Club wird erneuert.

Eröffnung des Nachtbades am 13. Januar

Neues Szenelokal in der Müllerstraße: Was läuft da mit Sido?

München - Die Müllerstraße bekommt ein neues Szenelokal. Das Nachtbad eröffnet am 13. Januar, wo früher ein Sauna-Club war. Doch was läuft da mit Sido?

Pack die Badehose ein... Fast zwei Jahre hat es gedauert, dass aus dem „Nacktbad“ M54 an der Müllerstraße 54 das Nachtbad wurde. Nächste Woche soll das lang erwartete Szene-Lokal im Glockenbachviertel eröffnen. Das Betreiber-Konsortium verspricht geballte Gastro-Kompetenz: Neben John Hohberg (Lucky Who, Beverly Kills) und Konstantin Kayserlingk (Destiller’s) sind auch die Jungs der Schorsch-Bar in der Georgenstraße – Sebastian Erlenmaier, Mitja Lafere und Freestyle-Skier Bene Mayr – mit am Start.

Fehlt noch einer? Irgendwie ja – und nein. Der Name Sido geistert seit einem guten Jahr im Zusammenhang mit dem Nachtbad in der Szene. „Er ist weder operativ dabei noch an der Gesellschaft beteiligt“, sagt Mitja Lafere ausweichend. „Aber Sido ist schon lange ein Freund von mir und jetzt auch ein Freund des Nachtbades, der uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht und als Gast willkommen ist.“

Umbau war teuer

Kein Geheimnis, dass der Umbau aufgrund umfangreicher Brandschutzmaßnahmen teuer war. Auch diesbezüglich dürfte es ganz vernünftig sein, gute Freunde zu haben. Dass das Nachtbad Hauptstadt-Flair habe, sagte Sido bereits im November, als er dort seinen eigenen Luxus-Gin Kabumm vorstellte. Was wohl an einem gewissen shabby chique liegen mag, denn die Wirte haben „viele Gedanken und viel Herzblut statt ein dickes Portemonnaie“ bei den Ausbaumaßnahmen bemüht.

Und dabei einige Zitate und Requisiten der ursprünglichen Bestimmung der Location als Schwulen-Sauna in ihre Bar gerettet. Spermien-Graffiti zieren die Wände am Abgang in das Keller-Lokal, der Arbeitsplatz von DJ Simon Gerber befindet sich in einer Sauna-Kabine, gegenüber rieseln die ehemaligen Kaltwasser-Duschen, und im Gang rüber zum großen Tresen, an dem Barkeeper Gavin James Dunn (Burger Lobster Bank, Drella) seine Eigen-Kreationen mixen will, dienen Metall-Spinde als Blick-und Lichtfang. Abgefahren, mein lieber Scholli.

Partygänger können das „Freitrinker-Abzeichen“ machen

Dazu gehört auch die kleine Jägermeister-Bar gleich am Fuß der Treppe, unter deren Decke eine Elektro-Eisenbahn rundum läuft und an der der geneigte Partygänger sein Freitrinker-Abzeichen „Saufpferdchen“ in Orange, Bronze, Silber oder golden nicht nur an Shots, sondern auch via Champagner verdienen kann.

Es sind diese Gegensätze, auf die Mitja Lafere gerne hinweist und die alle einem gemeinsamen Ziel untergeordnet werden sollen: „Spaß haben, sich auch selbst nicht zu ernst nehmen, nur darum geht’s“, bekräftigt Lafere, „und nicht darum, der x-te Laden zu sein, der auf dicke Hose macht.“

Natürlich soll es auch eine „Türe“ geben. Gemeint ist damit nicht das Objekt, sondern eine gewisse Einlass-Politik. Lafere: „Wenn du entspannt bist, darfst du rein.“ Ob man entspannt genug ist, erfährt man ab 13. Januar.

Tom Oßwald

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