Unbürokratische Hilfe

Warum Münchner Polizisten eine junge Finnin zum Flughafen bringen

München - Einer Touristin werden  in der Innenstadt alle ihre Papiere gestohlen – Münchner Polizeibeamte sorgen dafür, dass sie ihren Rückflug nicht verpasst.

Glück im Unglück hatte eine junge Finnin, die am 18. April am Justizpalast in der Prielmayerstraße bestohlen wurde. Die Frau wollte ihren Rückflug am selben Tag nicht verpassen, obwohl sie ihrer Papiere beraubt worden war. Die Polizei höchstpersönlich eskortierte die 25-Jährige am Ende durch den Feierabendverkehr zum Flughafen.

Zur Vorgeschichte: Die Frau hatte an besagtem Nachmittag ihren Koffer mit ihrer Handtasche hinter sich abgestellt, um den Justizpalast mit dem Handy zu fotografieren. Als sie sich wieder umdrehte, war ihre Handtasche weg. In dieser befanden sich alle Ausweisdokumente sowie ihr Geldbeutel. Ihr Rückflug von München nach Finnland sollte am selben Abend um 18.40 Uhr starten. Als die Polizeibeamten eintrafen, fanden sie die 25-Jährige völlig aufgelöst vor. Die Polizisten hielten sofort telefonische Rücksprache mit der finnischen Botschaft in Berlin. Anstelle umständlicher Bürokratie gelang es den zwei Beamten, innerhalb von drei Stunden den Diebstahl aufzunehmen, Dokumente für die Finnin zu besorgen und sie im Anschluss durch den Feierabendverkehr von der Innenstadt zum Flughafen zu bringen. Die Bundespolizei zögerte ebenfalls nicht lange und stellte für die junge Frau einen vorläufigen Ausweis aus. Laut Polizei bedankte sich die 25-Jährige vor ihrem Abflug für deren unkomplizierte Hilfe.  

kv

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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