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Auf dem Alpina-Parkhaus soll ein Biergarten entstehen. In dem Kolping-Wohnheim gegenüber (rechts) ist man darüber entsetzt.

Nachbarn befürchten Lärm

Parkdeck am Stachus soll Biergarten werden - Anwohner sind sauer

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München - Auf dem Parkhaus  nahe dem Stachus soll ein Biergarten entstehen. Der Betreiber „Alpina“ hat eine Nutzungsänderung beantragt. Diese sieht vor, dass auf dem obersten Parkdeck vorübergehend eine Gastronomie eingerichtet werden kann – ein Biergarten für Familien ist im Gespräch. Die Nachbarn sind in Aufruhr.

„In Wirklichkeit geht es wohl eher um junge Kinobesucher und Partyvolk, das hier nachts einkehren soll“, glaubt Oliver Meyer, Geschäftsführer des gegenüberliegenden Kolpinghauses in der an der Adolf-Kolping-Straße. Er könne sich nicht vorstellen, dass Familien in die Innenstadt fahren, um einen Biergarten zu besuchen. „Einen Vorgeschmack darauf, wie das zu uns herüberschallt, haben wir schon vergangenes Jahr bekommen“, beklagt Meyer. Ganz kurzfristig sei man über eine Adidas-Veranstaltung auf dem Parkhaus informiert worden. Ein Wochenende lang kickten dann 30 bis 40 Jugendliche zu Dauerbeschallung auf dem Deck.

Gegenüber: Ein Wohnheim für Azubis und Studenten

Das Kolpinghaus bietet Wohnheimplätze für 350 jungen Menschen, die in München eine Ausbildung machen oder studieren. Meyer: „Das Parkdeck ist mit unserem vierten Stock auf gleicher Höhe, und der Lärm schallt völlig ungebremst von der offenen Parkfläche herüber.“ Ein Dauerbetrieb in den Sommernächten wäre eine große Belästigung. „Da reichen schon fünf Biertisch-Garnituren völlig aus“, sagte Meyer im Bezirksausschuss (BA) Ludwigs-/Isarvorstadt. Denn auch anlässlich einer privaten Geburtstagsfeier habe man bereits erfahren müssen, wie laut die Beschallung für die Bewohner des Kolpinghauses ist.

Die Lokalpolitiker würden sich nach eigenen Angaben zwar sehr über die mit der Biergartenplanung einhergehende Begrünung des Parkdecks freuen. Da es aber um eine Nutzungsänderung mit Gastronomiebetrieb geht, schließt sich der BA einstimmig den Bedenken der Anwohner an – und lehnt das Vorhaben ab.

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