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Trug seine Börse in der Gesäßtasche: Alois Hoschkara.

Geldbeutel am Viktualienmarkt geklaut

Rentner klagt an: So nahmen mich Taschendiebe aus

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München - Alois Hoschkara (77) ist ein Typ, der nicht lange um den heißen Brei herumredet – und ihm „stinkt es einfach“. Weil er nun andere Münchner warnen will, redet er über sein Missgeschick:

Dem Westendler wurde mitten in der Stadt der Geldbeutel geklaut. Ohne dass der Rentner einen Rempler oder dergleichen verspürt hätte. „Da waren Vollprofis am Werk“, meint er.

Fakt ist: Jetzt hat der Münchner einen Schaden von etwa 300 Euro. Um die 200 Euro Bargeld waren im Portemonnaie, außerdem trug der 77-Jährige einen Gutschein im Geldbeutel bei sich – und die Börse selbst war auch nagelneu, ein Weihnachtsgeschenk.

Hoschkara hatte seinen Geldbeutel in der hinteren Hosentasche, „die war verschlossen und sogar durch einen Druckknopf gesichert“, erzählt der Rentner. „Die Börse hatte ich gut verstaut!“

„München ist nicht mehr das, was es früher war“

Um halb drei hatte der Rentner sein Portemonnaie das letzte Mal in einem Geschäft im Tal in der Hand, dann steckte er den Geldbeutel in die Gesäßtasche und ging über den Viktualienmarkt. Auf dem Marienplatz wollte er sich Mandeln kaufen – da war die Börse schon weg.

„München ist nicht mehr das, was es früher war“, sagt er. Nach dem Vorfall ging Hoschkara zur Polizei an der Ettstraße. Anzeige erstattete er dann aber nicht. „Im Gespräch mit dem Polizisten wurde mir klar, dass das eh nur für die Statistik gewesen wäre.“ Nun will er sich einen Brustbeutel kaufen. „Vielleicht würde mehr Videoüberwachung Diebesbanden doch abschrecken“, sagt er.

Am Sendlinger Tor, Stachus und Hauptbahnhof gibt es derzeit Kameras der Polizei. Der Viktualienmarkt dagegen sei kein besonderer Kriminalitätsschwerpunkt, sagt Claudia Künzel von der Polizei. Sie rät dazu, einen Geldbeutel nie in den Gesäßtaschen zu tragen.

„Auch ein Druckknopf hält keinen Dieb ab.“ Am besten geeignet sei die Innentasche der Jacke – oder zur Not eine vordere Hosentasche. Taschen sollten am besten quer über die Schultern und nach vorne getragen werden.

„Bayern Dollar“ bringt dem Dieb nichts

Am Viktualienmarkt sei generell viel los und Passanten schnell abgelenkt – perfekt für Diebe, so Künzel. „Der Platz ist aber kein größerer Brennpunkt als etwa der Marienplatz oder ein großes Kaufhaus.“

Alois Hoschkara hofft nun, dass sich der Dieb wenigstens ein bisschen ärgert: In der Börse war nämlich auch Spaßgeld, ein „Bayern Dollar“ mit dem Bild von König Ludwig und Schloss Neuschwanstein. „Mit dem wird er sich schwer tun, zu bezahlen.“

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