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Sanierungsfall: Das Stadtmuseum wird umgebaut, auch die Bürger sollen sich einbringen können.

Es mangelt an einem Zeitplan

Sanierung des Stadtmuseums: Bürger sollen mitgestalten

München - Die Stadt möchte die Bürger aktiv am Sanierungsprozess des Stadtmuseums beteiligen. Ein großes Problem gibt es da aber noch.

In einem offenen Dialog, heißt es in einer Vorlage des Kulturreferats, soll transparent diskutiert werden. In regelmäßigen zeitlichen Abständen sollen Podiumsdiskussionen und öffentliche Tagungen stattfinden. Als Gesprächspartner sind unter anderem die Architekten, Fachleute aus den Museen, Stadthistoriker, Künstler und Städteplaner vorgesehen.

Das Münchner Stadtmuseum befindet sich in den Jahren 2016 bis 2018 in der Vorphase der Generalsanierung. Der Umbau selbst soll von 2018 an – womöglich in Etappen – vonstatten gehen. Als Kostenvolumen sind etwa 150 Millionen Euro eingeplant. Der Zeitplan ist noch nicht fix, weil die Baumaßnahme angesichts der Haushaltslage gestreckt werden könnte. Sicher ist, dass das unübersichtliche Gebäude-Ensemble eine Struktur erhält, die den Anforderungen eines modernen Museums gerecht wird. Schließlich soll mit der Verpackung auch der Inhalt neu angeordnet und die einzelnen Ausstellungen in einen Gesamtzusammenhang gebracht werden.

Große Transparenz bei der Sanierung des Stadtmuseums

Das Stadtmuseum will diese Zeit nutzen, um die Teilhabe der Öffentlichkeit an dem Entwicklungs- und Sanierungsprozess des Hauses zu fördern. Dazu zählt auch eine neue, laufend aktualisierte Präsentation des Architekturmodells. Der Stadtrat hatte im Vorjahr für den Entwurf des Münchner Büros Auer+Weber gestimmt. Auf einem Bildschirm im Museum laufen Filmsequenzen zur dokumentarischen Begleitung der Umbaujahre.

Auch virtuell wird die Sanierung präsentiert. Das Münchner Stadtmuseum will seine Homepage mit Informationselementen zum Umbau erweitern. Dabei ist auch an die Einbindung von Video-Clips zum Umbau über einen hauseigenen YouTube-Kanal gedacht. Alles in allem soll diese Offensive der Öffentlichkeitsarbeit 115 000 Euro kosten. Ferner benötigt das Stadtmuseum drei neue Stellen für die Provenienzforschung, den Buchungsservice sowie für die Medientechnik. Dafür sind Haushaltsmittel in Höhe von knapp 218 000 Euro erforderlich.

All dies soll der Kulturausschuss in seiner heutigen Sitzung beschließen. Genauso wie vier neue Stellen bei der Stadtbibiliothek wegen der Erweiterung des Angebots im Literaturarchiv Monacensia. Das sogenannte „Hildebrandhaus“ in Bogenhausen soll im Sommer 2016 nach einer umfassenden Sanierung wiedereröffnet werden. Zwei weitere Stellen sind bei der Von-Parish-Kostümbibliothek vorgesehen. Diese verfügt über eine große historische Spezialsammlung im Bereich Modedesign und Kostümgeschichte, von denen es weltweit nur einige wenige gibt.

Klaus Vick

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