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Er gab der Schwindinsel ihren Namen: Dieses alte Foto zeigt das Denkmal für Moritz von Schwind, bevor es im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

BA ist angetan

Schwind-Denkmal soll zurück auf die Praterinsel

Eine Initiative will die Büste des Spätromantikers Moritz von Schwind wieder an der Innenstadt-Isar aufstellen lassen. 

München - In einem kleinen Park auf der nördlichen Praterinsel trohnte sie einst in vier Meter Höhe, die Bronzebüste des Malers und Zeichners Moritz von Schwind. Ein Umstand, der wenigen Münchner noch in Erinnerung ist, denn im Zweiten Weltkrieg wurde die Denkmalanlage zerstört. Die Büste konnte zwar gerettet werden, doch bis heute erinnert vor Ort nichts an den Künstler, der dem nördlichen Teil der Insel einst ihren Namen gab – Schwindinsel.

Geht es nach Heinz Lukas-Kindermann, soll sich dies jedoch bald ändern. Der 78-jährige Regisseur, der auch Intendant des Theaters in Trier war, gründete vor zwei Jahren mit Freunden und Nachbarn zusammen das Österreichisch-Bayerische Forum, „um in Vergessenheit geratene Künstler und deren Werke wiederzuentdecken.“

Das erste Projekt soll nun ein neues Denkmal für Moritz von Schwind sein. Die gerettete Bronzebüste steht seit 1974 auf einer hohen Granitsäule im Pausenhof der Grundschule an der Schwindstraße in der Maxvorstadt. Für die Öffentlichkeit sichtbar ist das Areal jedoch nicht, es ist von Mauern umgeben. Lukas-Kindermann will die erhaltene Büste für einen Abdruck nutzen.

Doch wer war der Maler, dem nun erneut ein Denkmal gewidmet werden soll? Moritz von Schwind wurde 1804 geboren und wuchs in Wien auf. Er gilt neben Carl Spitzweg als der bedeutendste Vertreter der Spätromantik. Im Alter von 24 Jahren zog es ihn nach München, 1847 berief ihn König Ludwig I. an die Akademie der Künste. Gestorben im Jahr 1871, wurde Schwind auf dem Alten Südlichen Friedhof begraben. Durch die finanzielle Unterstützung von König Ludwig II. und sogar Kaiser Franz Joseph von Österreich wurde der Bau des Schwind-Denkmals auf der Praterinsel ermöglicht. Im Juli 1893 wurde das Denkmal enthüllt und der Stadt München übergeben.

Um sein Vorhaben zu verwirklichen, stellte Lukas-Kindermann sein Projekt dem Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel in dessen jüngster Sitzung vor. Beim Gremium stießen die Pläne auf große Begeisterung. Kulturprojekte wie dieses sollte man unterstützen, waren sich die Lokalpolitiker einig.

Daher wird der BA die Initiative für ein neues Schwind-Denkmal unterstützen und die nötigen Kontakte zu den entsprechenden Stellen herstellen. Außerdem soll die Finanzierung des Vorhabens geklärt werden.

Lisa-Marie Birnbeck

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