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Die Sendlinger Straße soll endgültig als Fußgängerzone gestaltet werden. 

Grün erst 2019?

Bäume, Bänke und Pflanzen: Sendlinger Straße wird Flaniermeile

Seit 2016 gibt es die Fußgängerzone in der Sendlinger Straße – mit Ideen von Anwohnern soll sie nun schöner werden. 

München - Die Fußgängerzone in der Sendlinger Straße war Thema einer Einwohnerversammlung. Das Baureferat präsentierte den Stand der Dinge – und Anwohner konnten sich dazu äußern. Seit Oktober 2017 steht fest: Die Fußgängerzone bleibt. Jetzt soll sie auch als solche erkennbar werden. „Wir sprechen hier von einem historischen Moment“, so Florian Hochstätter, Projektleiter vom Baureferat München.

Bereits 1966 soll die Stadt darüber nachgedacht haben, die ganze Sendlinger Straße zu einer Fußgängerzone werden zu lassen. Jetzt, 52 Jahre später, ist es so weit. Von der Hackenstraße bis zum Sendlinger Tor wird der Abschnitt, der seit Juli 2016 testweise als Fußgängerzone ausgelegt ist, auch optisch als solche erkennbar werden.

Bäume, Bänke und Pflanzen

Bis Ende dieses Jahres soll ein konkreter Plan vorliegen, der ab Frühjahr 2019 realisiert werden soll, auch wenn das Baureferat „noch nicht versprechen kann, dass es tatsächlich so schnell geht“. An diesem Plan sollen die Anwohner jetzt mitwirken: Bäume, Bänke, Pflanzen, Asphaltierung und Brunnen – auf einer Einwohnerversammlung hatten diese die Möglichkeit, ihre Anregungen zu äußern und über Ideen zu sprechen. So hält es eine Anwohnerin etwa für keine gute Idee, den Abschnitt einfach zuzupflastern: „Man braucht Bäume und ausreichend Sitzmöglichkeiten, ansonsten wirkt die Straße völlig leer!“ Bisher bietet der Abschnitt „nicht-kommerzielle Sitzmöglichkeiten“, die in Zukunft weiter zur Verfügung stehen sollen, auch wenn Anwohner sie nicht um jeden Preis möchten: „Aber bitte ohne die orangenen Werbeschriften drauf – das ist scheußlich!“

Andere wiederum sorgen sich als Anwohner um ausreichende Zufahrtsstraßen für Paketboten. „In Zeiten von Amazon muss garantiert sein, dass die Zuwege gewährleistet sind!“, so ein Bürger. Für ausreichend Liefer- und Ladezonen werde gesorgt sein, beruhigt das Baureferat auf der Sitzung.

Auch ein Brunnen kann für eine Dame eine Bereicherung darstellen, und so wurde ihrem Antrag einstimmig zugestimmt, den Vorschlag bei der Stadt einzureichen. Wo dieser stehen soll, ist allerdings noch unklar.

Es gilt also, viele Details rund um das Projekt zu verhandeln, damit im kommenden Jahr die Bagger rollen können. Wenn es so weit ist, soll laut Baureferat kein einziges Geschäft schließen müssen. Korbinian Fridrich, Inhaber des Juwelier Fridrich, hat die Umbauten des ersten Teils der Sendlinger Straße mit seinem Geschäft erlebt: „Damals waren die Bedingungen mit der Baustelle für unseren Laden in Ordnung.“ Auch eine passende Bepflasterung rund um das Aushängeschild der Straße, der Asamkirche, soll Teil des Bauvorhabens sein. Wie genau dieser aussehen soll, werde in den finalen Planungen entschieden werden, so das Baureferat. 

Lucas Sauter

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Altstadt-Lehel – mein Viertel“.

Die Sendlinger Straße ganz in Weiß: Dîner en blanc 2017 in München

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