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Wollen gerne weiterarbeiten: Die Schul-Hausmeister Emilia und Otto Tartler.

St-Anna-Grundschule im Lehel

Eltern kämpfen für Hausmeister-Paar

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Unsere Hausmeister sollen bleiben: Eltern der St-Anna-Grundschule im Lehel kämpfen für Emilia und Otto Tartler. Seit 11 Jahren sind die Eheleute Hausmeister an der Schule - und sollen nun in Rente geschickt werden.

München - „Wir waren immer da - aber das scheint nicht mehr zu zählen“, sagen Emilia (65) und Otto Tartler (69). Seit elf Jahren arbeiten sie als Hausmeister an der St.-Anna-Grundschule im Lehel. Doch nun soll das Ehepaar zum Schuljahresende Servus sagen - weil Emilia 65 geworden ist. Für die Stadt heißt das: Ab in die Rente! 

Doch die Tartlers möchten gerne weiterarbeiten. „Wir verstehen die Welt nicht mehr: Von der Politik heißt es doch immer, alle sollen länger arbeiten - und wenn jemand möchte, darf er nicht.“

Auch eine Gruppe von Eltern kämpft für das Paar. „Die beiden kennen jede Schraube im Haus - und haben für jedes Kind ein liebes Wort“, sagen die Mütter Isabella Bruhn, Christina Christodoulides-Erhardt und Marion Rouette. Sie haben eine Internet-Petition für das Paar gestartet.

Kämpfen für die Tartlers: Die Mütter Isabella Bruhn, Christina Christodoulides-Erhardt und Marion Rouette.

Unterstützung kommt auch von der Mittagsbetreuung, dem Elternbeirat und dem Bezirksausschuss Altstadt-Lehel. Bevor Otto Tartler 65 wurde, arbeitete er Vollzeit als Hausmeister, Emilia war seine Helferin. 2012, als er ins Rentenalter kam, wechselten die beiden. Zwei Jahre lang war Otto als Helfer angestellt, dann auf 450-Euro-Basis, Emilia arbeitet Vollzeit. Das würden beide gerne beibehalten. „Wir müssten so oder so weiter arbeiten, damit uns das Geld reicht.“

Es werde derzeit geprüft, ob das Paar weiter beschäftigt werden könne, sagt Ursula Oberhuber vom Bildungsreferat. Wenn der Angestellte voll arbeitsfähig sei, könne grundsätzlich über die Regelarbeitszeit hinaus gearbeitet werden, heißt es vom Personalreferat. 

Eine Verlängerung bis zu zwei Jahren sei möglich, in Ausnahmefällen auch bis zu drei Jahren.

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