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Wird entlastet: Musäums-Chefin Sabine Rinberger tritt in städtische Dienste.

Rinberger bleibt Chefin

Stadt übernimmt das Valentin-Karlstadt-Musäum

Im Valentin-Karlstadt-Musäum tut sich etwas: Sabine Rinberger bleibt zwar Chefin, muss aber das finanzielle Risiko nicht mehr tragen.

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“: Wie recht Karl Valentin mit diesem berühmten Ausspruch hatte, weiß niemand besser als Sabine Rinberger (50). Seit 13 Jahren betreibt die Historikerin das Valentin-Karlstadt-Musäum im Isartor in privater Regie. Sie hat die Schau über Münchens großen Humoristen modernisiert und das Museum zu einem der beliebtesten der Stadt gemacht. Die Frau ist ein Tausendsassa: Sie ist Museums-Chefin, Kreativdirektorin, Forscherin, Museumspädagogin und Sponsorensucherin in einem. Auf Dauer, stellt Kulturreferent Georg Küppers nun fest, sei das aber eine „unzumutbare Belastung“, vor allem wegen des wirtschaftlichen Risikos. Von kommenden Jahr an soll das Musäum deshalb städtisch werden – im Einvernehmen mit Rinberger.

Schon jetzt sind die Räume im Isartor und die Sammlung mit allem von und über Valentin und die Volkssänger im städtischen Besitz. 2008 wurde das Musäum umgebaut. Die neuen Ausstellungen laufen gut, der Strom der Besucher nimmt alljährlich zu, seit einigen Jahren gibt es ein umfangreiches künstlerisches Programm. Dazu kommt die Gastronomie im Turmstüberl, inzwischen betrieben von Bernadette Obergrußberger.

Das für München einzigartige und inzwischen international renommierte Museum gelte es zu erhalten, so Küppers. Seine Bedeutung sei umso größer, als „die Landeshauptstadt im Umgang mit dem Erbe Karl Valentins Versäumnisse eingestehen muss“, heißt es in der Vorlage weiter. Der Nachlass Valentins ging 1953 an das Theaterwissenschaftliche Institut nach Köln, weil die Stadt die geringen Kosten für den Ankauf nicht aufbringen wollte. Die jetzige Sammlung geht auf den Kunstmaler Hannes König zurück, der privat alles von Valentin erstand.

Rund 360.000 Euro soll die Stadt künftig pro Jahr für das Valentin-Karlstadt-Musäum in die Hand nehmen, wenn der Kulturausschuss im Stadtrat am Donnerstag zustimmt. Rinberger und die bisherigen Mitarbeiter sollen übernommen werden. Dazu wird ein Wachdienst angeheuert, der künftig während der Öffnungszeiten im Dienst sein soll.

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