Stadtrat gibt grünes Licht

Nach hitziger Debatte: So soll die Sanierung des Viktualienmarkts ablaufen

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Der Stadtrat hat grünes Licht für die vom Kommunalreferat vorgeschlagene Sanierung des Viktualienmarkts gegeben.

München - Besonders von den Arbeiten betroffen sein werden zwei Bereiche des Marktes: die Abteilung zwei vorm „Pschorr“ und die Abteilung sechs zwischen Westenrieder- und Frauenstraße.

In Abteilung zweiverschwinden alle mobilen Standl. Sie finden vorübergehend Platz in der Abteilung eins entlang dem Biergarten. In Abteilung sechs bleiben die vier Bestandsgebäude an der Verlängerung der Reichenbachstraße bestehen, die zeltartigen Standl müssen während der Bauphase eventuell an einen Interimsstandort verlegt werden, die Kuttlerhalle soll kernsaniert werden.

Vorangegangen war eine hitzige Diskussion, viele Händler hatten um ihre Existenz gefürchtet. Das jetzige Konzept zur Marktsanierung sieht den weitgehenden Erhalt der pittoresken Marktstandl vor. Die aus der Nachkriegszeit stammenden Buden in Holzständerbauweise unter Walmdächern sollen abschnittsweise – und je nach individuellem Sanierungsbedarf – ertüchtigt werden.

„Unvergleichliche Herausforderung“

Kommunalreferent Axel Markwardt beschreibt die Schwierigkeit bei der Sanierung des Viktualienmarkts so: „Es ist eine – auch in meiner langen Laufbahn – unvergleichliche Herausforderung gewesen, für den Viktualienmarkt die nötige bauliche und technische Frischzellenkur zu finden, dabei aber mit seinem besonderen Charme und Charakter besonders nach dem Motto ‚Behutsam. Sanft. Liebevoll‘ umzugehen.“ Er ist zuversichtlich, dass das nun vom Stadtrat beschlossene Konzept diesen Spagat schaffe. Am Ende seiner Amtszeit konnte Markwardt so noch eine wichtige Baustelle in seinem Referat erledigen. „Ich kann also beruhigt den Staffelstab übergeben. Denn ich weiß jetzt, dass die Stadt den Markt auf den aktuellsten Stand der Technik bringt“, sagt der Kommunalreferent, der im August von Kristina Frank (CSU) abgelöst wird. Die künftige Referentin verspricht: „Wir wollen die Händler intensiv in den Planungs- und Bauprozess einbinden und auch die Öffentlichkeit transparent an unseren Planungen teilhaben lassen.“

Die Umsetzung des Plans soll frühestens ab 2021 in mehreren kleinen Schritten erfolgen. Es beginnt mit den beiden Unterkellerungen und der Errichtung mehrerer fester Gebäude, die dann als „Wechselquartiere“ dienen.

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