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Bei einer Party im Rathaus, hier ein Archivbild, kam es zu den Übergriffen. 

OB Reiter: „Dafür gibt es keine Toleranz“

Übergriffe bei der Rathaus-Party

München - Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte alle 18-jährigen Münchner geladen und über 1300 junge Leute kamen, um in den Sälen und im Keller richtig Gas zu geben. Doch die Stimmung blieb leider nicht durchgehend fröhlich, wie jetzt die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Bei der stimmungsvollen Fete, die am 29. Oktober stattfand, kam es zu Übergriffen. Die Opfer: drei Freundinnen. 

Das Trio tanzt in einem Saal in den oberen Etagen, es ist voll und eng. Und die Mädchen werden immer von jungen Männern aggressiv angetanzt. Ablehnende Gesten werden ignoriert. Die Mädchen geben auf, wollen in ein anders Stockwerk. Als sie an einem zum Kinosaal umfunktionierten Saal vorbei wollen, werden sie von fünf jungen Männern angequatscht. Für die Mädchen sind es Flüchtlinge. Wieder wird ein Nein nicht akzeptiert. Dann packt einer der jungen Männer zu. Ein anderer folgt. Sie wollen die Mädchen in den leeren Saal zerren. Doch drei Securitykräfte gehen sofort dazwischen, werfen das Trio aus dem Rathaus. 

Eine andere 18-Jährige trifft es schlimmer. Sie wird, wie die SZ berichtet, von einem Schüler aus Syrien begrapscht. Brutal versucht er ihr einen Kuss aufzudrängen. Die junge Frau wehrt sich. Die Polizei nimmt den 18-Jährigen fest. Er wurde wegen sexueller Nötigung angezeigt und später wieder entlassen. 

Oberbürgermeister Dieter Reiter hat laut SZ inzwischen reagiert und sagte: „Für ein derartiges Verhalten gibt es bei mir überhaupt keine Toleranz.“ Künftig will die Stadt bei Partys weibliche Ansprechpersonen einsetzen. Das offenbar junge Männer mit Migrationshintergrund beteiligt waren, dürfe nicht wegdiskutiert werden. Insgesamt wurden zehn Personen des Hauses verwiesen.

tz

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