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Gründungsmitglieder der „Freunde des Viktualienmarktes“ sind (v. li.) Franz Guber, Nicola Mayerl, Alessandro Munisso, Wolfgang Stefinger, Lejla Isic, Sebastian Sedlmeier, Herbert Frankenhauser. Maximilian Guber und Herbert Mansdorfer. 

Erhalt der alten Standl

Neuer Verein will Viktualienmarkt vor Modernisierung retten

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München - Es gibt einen neuen Verein in München: Die „Freunde des Viktualienmarktes“ wollen die alten Standl im Herzen der Stadt in ihrer jetzigen Form erhalten.

Gegründet hat den Verein der CSU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Stefinger – vor allem zusammen mit Parteifreunden. Er soll aber allen Bürgern offen stehen.

Noch immer, so betont Stefinger, gehe die Sorge um, dass der Viktualienmarkt einer radikalen Modernisierung zum Opfer falle. Entstanden ist diese Angst aus den aktuellen Diskussionen um den Abriss des Elisabethmarktes und dem monatelangen Streit um den Markt am Wiener Platz. Zunächst plante die Stadtverwaltung in Haidhausen Abriss und Neubau der Standl. Dieses Vorhaben kassierte schließlich OB Dieter Reiter (SPD) – und setzte Sanierungen durch.

„Charme und Flair müssen erhalten bleiben“

Auch am Viktualienmarkt „werden Sanierungen natürlich sein müssen“, sagt Stefinger. „Aber Charme und Flair müssen erhalten bleiben.“ Der Verein werde sich für behutsame Sanierungen und den Schutz der alteingesessenen Händler einsetzen. Das Thema Denkmalschutz stehe ganz oben auf der Agenda. Schon jetzt sei er mit dem Landesdenkmalrat in Kontakt, sagt Stefinger.

Noch bestehen die „Freunde des Viktualienmarktes“ fast nur aus Parteifreunden Stefingers. Unter anderem ist Nicola Mayerl dabei, die sich vor Kurzem um den Vorsitz des CSU-Kreisverbands München Mitte bewarb – und Sefingers Büroleiter Christian Oberloher. Die Gründungsmitglieder sind entschlossen, wenn notwendig auch Unterschriften für einen Bürgerentscheid zu sammeln. Informieren kann man sich in Kürze im Internet unter www.freunde-viktualienmarkt.de.

Lesen Sie hier: Viktualienmarkt wird „immaterielles Kulturerbe“ - aber was bedeutet das für den Markt? 

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