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Der Status quo am Sattlerplatz.

Neue Fußgängerzone geplant

Verkehrskollaps? Anwohner besorgt über Umbaupläne am Sattlerplatz

Die Anwohner rund um den Sattlerplatz haben Sorgen bezüglich der Umbaupläne und der geplanten Einrichtung einer Fußgängerzone. Wir haben uns umgehört.

Eine Fußgängerzone sollte ja eigentlich für Ruhe und Freude sorgen – in diesem Fall reden wir aber erst mal von Ärger und Ängsten. Es geht um den Sattlerplatz in der Innenstadt: Nicole Inselkammer und Christian Hirmer informierten am Dienstagabend als Vertreter der Investoren-Familien die Anwohner über die Pläne, die die Innenstadt grüner und lebenswerter machen sollen. Nach Meinung der Nachbarn gibt es allerdings auch einen großen Haken. Sie befürchten: Durch die geänderte Verkehrsführung wegen der neuen Fußgängerzone könnte es im Viertel zum Verkehrskollaps kommen.

Die meisten Infos kannte man schon im Vorfeld. Das sogenannte Hirmer-Parkhaus und das Postgebäude sollen abgerissen werden, stattdessen kommt ein neuer dreiteiliger Gebäudekomplex plus Tiefgarage.

So könnte der neue Platz an der Sattlerstraße ­aussehen. Autos wären hier strikt verboten.

Der federführende Architekt Gunther Partenfelder erklärt, dass sich die Verkehrslast im Hackenviertel durch die Umgestaltung um etwa 30 Prozent reduzieren werde. Viele der Zuhörer wollten den Voraussagen aber nicht glauben. Denn: Rund um den zentralen Platz ist eine Fußgängerzone vorgesehen, Färbergraben und Fürstenfelder Straße würden für Autos komplett gesperrt.

Nachbarn fürchten nun: Es wird nicht weniger Verkehr geben – sondern die Autofahrer werden das Gebiet nur umfahren. Das könnte wiederum zu Staus führen, besonders an der Hotterstraße. Wir hörten uns um.

Das wird nicht gehen

Brigitte Harrer (52), Anwohnerin: „Die Leute fahren ja längst ins Viertel und parken hier kreuz und quer. Oft wartet einer im Auto, und der andere geht schnell einkaufen. Durch eine neue Fußgängerzone würden noch mehr Autos rund um den ganzen Bereich fahren und parken. Da sorge ich mich dann auch um meine ­Gesundheit.“

Ein wichtiges Nadelöhr

Peter Arnold (76), Anwohner: „Diese Verkehrsplanung ist nicht wirklich durchdacht und sehr spekulativ. Der Färbergraben ist der Duchgang zu einem ganzen Viertel. Den kann man doch nicht einfach verschließen. Ich glaube nicht, dass es dazu kommen wird.“

Staugefahr!

Andreas Pflug (48) mit Gattin Sonja, Zahnarzt am Färbergraben: „Eigentlich ist es super, dass sich hier endlich ­etwas ändert. Aber wenn dafür der Verkehr nicht mehr fließt, wird es hier bei uns auch riesige Staus geben. Das wird dann ein Knotenpunkt.“

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Altstadt/Lehel – mein Viertel“.

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H. Ince

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