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Unangenehmer Nachgeschmack: Die Spuren von „Taste of München“ auf dem Rasen am Hirschanger.

Lokalpolitiker fordern 

Ärger nach „Taste of München“: Stadt soll Hirschanger schonender behandeln

Tonnenschwere Eisenplatten haben bei der Veranstaltung „Taste of Munich“ im August die Wurzeln von Buchen gefährlich belastet. Das hat nun den Bezirksausschuss (BA) Altstadt/Lehel auf den Plan gerufen.

München - Die Landschaftsarchitektin Svea Erdmann hatte der Grünen-Fraktion einen Tipp gegeben, auch aus der Bevölkerung gab es Hinweise. Erdmann waren die Eisenplatten im Vorfeld der Veranstaltung am Hirschanger im südlichen Englischen Garten aufgefallen. „Die Platten wurden viel zu nah am Stamm direkt auf dem Wurzelbereich aufgesetzt“, erklärt die Expertin. „Als sogenannte Herzwurzler haben Buchen ein intensives Feinwurzelsystem, das durch solchen Druck nachhaltig geschädigt wird.“ Schäden seien oft erst Jahre später sichtbar. „Das kann sogar dazu führen, dass die Bäume oder zumindest die Baumkronen absterben“, sagt Erdmann.

Der Bezirksausschuss will nun das Referat für Bildung und Sport bitten, die Sportanlage am Hirschanger schonender zu behandeln. Zudem will das Gremium bei künftigen Veranstaltungen informiert werden. Neben Schul- und Vereinssport sollen nur noch nichtkommerzielle Veranstaltungen zugelassen werden, die die Anlage sicher nicht schädigen. So lautet eine Beschlussvorlage der Grünen-Fraktion, der die BA-Mitglieder einheitlich zustimmten. Nach „Taste of Munich“ war die Rasenfläche der Anlage ruiniert. Ob dort derzeit alle geplanten Sportveranstaltungen stattfinden können, sei ungewiss, so die Grünen im BA. 

Rinaldo Livanelli

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