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Die Eröffnung der bayerischen Spargelsaison.

Symbolischer Anstich

Michaela Kaniber eröffnet Spargelsaison auf dem Viktualienmarkt

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat mit Spargelkönigin Lena Hainzlmair die Spargelsaison eröffnet. Auf dem Viktualienmarkt gab es den symbolischen Spatenstich.

München - Endlich ist er da, der weiße Spargel. Kaum ein anderes Gemüse in Deutschland lässt Liebhaber so ins Schwärmen kommen. Mit einem symbolischen Anstich auf dem Viktualienmarkt hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am Donnerstag gemeinsam mit der Schrobenhausener Spargelkönigin Lena Hainzlmair die bayerische Spargelsaison offiziell eröffnet.

Kaniber: „Ich bin eine gebürtige Wirtstocher und somit dem Genuss sehr verbunden. Als Genießer gehe ich davon aus, dass alle auf Importspargel verzichtet haben und sich den Premiumprodukten aus Bayern widmen.“ Ihre ersten Tage im Amt seien „sehr herausfordernd“ gewesen. Sie freue sich sehr auf die Arbeit, da sie aus einer sehr kleinen, bäuerlich strukturierten, Gegend komme und es ihr „ein großes Anliegen“ sei für Bayern kämpfen zu dürfen. Die ganze Familie isst bayerischen Spargel, da „er der Beste ist“. Den grünen Spargel gibt es bei der Ministerin als warmen Salat mit Parmesan und den weißen klassisch mit zerlassender Butter, einem Schnitzel oder einem guten Fisch.

Eröffnung der Spargelsaison auf dem Viktualienmarkt

Krönung zur Spargelkönigin war „absolutes Highlight“

Die 19jährige Lena Hainzlmair hatte „schon immer den Traum Spargelkönigin zu werden“. Sie hat dem Papa und dem Opa schon sehr früh auf dem Spargelacker geholfen. Bereits mit 5 Jahren hat sie den Entschluss gefasst Spargelkönigin zu werden, die Krönung letztes Jahr war „das absolute Highlight“. Sie möchte nach ihrer Regentschaft auf die Landwirtschaftsschule gehen, um den elterlichen Hof zu übernehmen. Spargel isst sie gerne klassisch mit Schinken, Kartoffel und Sauce Hollandaise oder in Pfannkuchenteig mit Schinken und Käse.

Die Besucher des Viktualienmarktes durften anschließend Spargelsuppe, Spargelstrudel von Sternekoch Hans Haas, und ein Glas „Silvaner zum Spargel“ vom Staatlichen Hofkeller Würzburg probieren.

Peter Strobel, Geschäftsführer Spargelerzeugerverband, beantwortete geduldig die Fragen der Besucher rund um das Thema Spargel.

Schon Griechen und Römer kannten Spargel

Spargel (Asparagus) gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und ist als Gemüse und Heilpflanze seit langem bekannt. In China wurden Spargelpflanzen schon vor über 5000 Jahren gegen Husten und Blasenprobleme verordnet. Griechen und Römer kannten den Spargel schon im 2. Jahrhundert v.Chr., Hippokrates erwähnte den Spargel als harntreibend und abführend.

Im Jahr 2017 haben die bayerischen Spargelbauern mit rund 21 500 Tonnen eine Rekordente eingefahren. Eines der bekanntesten Spargelanbaugebiete in Bayern ist Schrobenhausen (Oberbayern). Seit über 100 Jahren wird im größten zusammenhängenden Anbaugebiet Spargel feldmäßig angebaut. Die dort vorherrschenden sandigen Böden (Tertiärsand mit einem Schluff- und Lehmanteil) führen zu besonders zarten Spargelstangen, die einen für die Region typischen nussigen Geschmack haben. Schrobenhausener Spargel ist von der EU offiziell als geschützte geografische Herkunftsangabe (g.g.A) eingetragen.

Bis Johanni (24. Juni) heißt es frei nach Wilhelm Busch (Die Fromme Helene): „Denn Spargel, Schinken, Koteletts, sind doch mitunter auch was Netts.“

Von Ingeborg Hoffmann

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