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Feuerwehrmann Stefan Kießkalt war in der Randale-Nacht am Monopteros. Er sagt: „So etwas habe ich noch nicht erlebt“

„So etwas habe ich noch nicht erlebt“

Randale am Monopteros: So wurde dieser Feuerwehrmann von den Chaoten angegriffen

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Der vergangene Samstag war die Randale-Nacht vom Monopteros, die Schande vom Englischen Garten. Jugendliche griffen Feuerwehrmänner an, darunter Stefan Kießkalt. Er berichtet, was dort geschah. 

München - Wenn Stefan Kießkalt an den Samstagabend zurückdenkt, stockt seine Stimme. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt der Sprecher der Münchner Feuerwehr. Dieser Samstagabend: Das war die Randale-Nacht vom Monopteros, die Schande vom Englischen Garten. Kießkalt und seine Kollegen waren per Krankenwagen wegen eines Notrufs zum Monopteros gerast – wo eine große Gruppe Halbstarker die Retter beleidigte und attackierte. Nur das Einschreiten der Polizei verhinderte eine Eskalation.

Lesen Sie dazu einen Kommentar von Georg Anastasiadis, Chefredakteur des Münchner Merkur:

Gewalttätiger Mob attackiert Feuerwehr und Polizei: Vorgeführt

Gegen 22 Uhr hatten Jugendliche die Einsatzkräfte gerufen, weil eine Frau immer wieder das Bewusstsein verloren hatte. Mit drei Fahrzeugen fuhren die Retter zum Monopteros. „Dort standen wahnsinnig viele Menschen und ein anderer Rettungswagen“, erinnert sich Kießkalt. Und einige dieser Menschen waren auf Ärger aus… Mehrere Jugendliche versuchten, hinten auf den Rettungswagen zu steigen. Kießkalt und seine Kollegen stiegen aus, um die Störenfriede zu verscheuchen und die Patientin in den Rettungswagen zu hieven.

Der Monopteros im Englischen Garten.

Als das geschafft war, bauten sich sechs Feuerwehrler um das Fahrzeug herum auf – ein menschlicher Schutzschild, denn die Jugendlichen ließen nicht locker. „Wir haben ihnen erklärt, dass sie wegbleiben sollen“, sagt Kießkalt. Die Menge beruhigte sich kurzzeitig, aber nach wie vor standen etwa 70 Schaulustige um den Rettungswagen herum. Dann brandete der Zorn der Jugendlichen erneut auf – viele von ihnen hatten zuvor ordentlich gebechert. 

Aus der Menge flogen Flaschen

Rund 15 der Zuschauer waren besonders aggressiv, rangelten untereinander, gingen dann auf die Retter los. „Sie haben uns aufs Übelste beschimpft, uns festgehalten und wollten uns vor den Rettungswagen schubsen“, sagt Kießkalt. Und: Aus der Menge flogen Flaschen. Zwar verfehlten sie die Retter, aber bei Kießkalt und seinen Kollegen schrillten trotzdem die Alarmglocken. Aus Angst vor heftigeren Attacken alarmierten sie die Polizei. Die Beamten griffen ein und schützten die Retter. Kießkalt: „Ich frage mich, was jemanden dazu bringt, Rettungskräfte anzugreifen.“

Um solche Auseinandersetzungen zu verhindern, will die Polizei im Englischen Garten künftig stärker präsent sein. Albert Füracker (50, CSU), als Finanzminister auch oberster Chef des Englischen Gartens, sagt: „Wir werden Zustände nicht länger dulden, die den friedlichen Charakter nachhaltig stören. Wir werden mit allen Beteiligten die Abwehrmöglichkeiten intensiv prüfen und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen.“ Er verweist auf Bayreuth, wo es eine bußgeldbewehrte Parkordnung gibt.

Lesen Sie auch: Facebook-Party am Monopteros eskaliert: Flaschen fliegen auf Polizisten, die greifen zu Schlagstöcken

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Altstadt/Lehel – mein Viertel“.

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