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Vom Marienplatz abgehängt: So sollen die Buslinien 52 und 132 künftig fahren.

Neue Linienführung für den Metrobus 52

Es bleibt dabei: Weiterhin kein Bus-Halt am Marienplatz

München - Trotz mehrerer Anträge von Bezirksausschüssen, Bürgerinitiativen und der Stadtratsfraktion der Grünen: Die Bushaltestelle am Marienplatz soll dauerhaft entfallen. Dabei bleibt es. Das geht aus einer Vorlage der Verwaltung hervor, mit der sich der Wirtschaftsausschuss am heutigen Dienstag beschäftigt.

Der Beschlussvorschlag der Stadt kommt wenig überraschend. Denn im Zuge der Umgestaltung des Marienplatzes als reine Fußgängerzone war stets vorgesehen, auch die Bushaltestelle am Marienplatz aufzuheben. Wegen des Umbaus des Hugendubel-Gebäudes ist die Durchfahrt vom Rindermarkt zum Marienplatz schon jetzt für Autos, Busse, Taxis und Radfahrer gesperrt. Ein Provisorium, dass nach Abschluss der Baumaßnahme zur permanenten Verkehrsregelungwerden soll - trotz zahlreicher Bürgerproteste.

Für die Stadt ging es nun darum, in Abstimmung mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), alternative Routen und Haltestellen für die betroffenen Buslinien 52 und 132 zu erarbeiten. Ergebnis: Die Linie 132 wird im Bereich des Zentrums in der jetzigen Route mit einer Schleife über die Kustermannfahrbahn am Viktualienmarkt und die Frauenstraße zurück zum Isartor beibehalten (Isartor - Tal - Viktualienmarkt - Frauenstraße - Isartor).

Die Metro-Buslinie 52 (Marienplatz-Tierpark) soll von Mitte September bis voraussichtlich März 2017 über Blumenstraße, Sendlinger Tor (in der Grafik gelb umrandet), Oberanger und Rosental geführt werden. Es ist dieselbe Umleitung, die während des Christkindlmarktes gilt. Ab März 2017 soll die Linie 52 dann über die neue Haltestelle Marienplatz Süd mit einer Wende am Sendlinger Tor (gestrichelt) geführt werden. Die beidseitige Bedienung der Haltestelle wird möglich, weil im Zuge der U-Bahn-Baustelle am Sendlinger Tor die Einbahnrichtung der Straße „An der Hauptfeuerwache“ geändert wird und der Bus dort umkehrt. Das bisherige Taktangebot wird beibehalten.

Derzeit fährt der Metro-Bus 52 während der Tramgleisbauarbeiten in der Sonnenstraße als Ersatzverkehr über den Sendlinger-Tor-Platz bis zum Karlsplatz. Laut Verwaltung ist es nicht möglich, sowohl die Linie 52 als auch 132 über die Kustermannfahrbahn beziehungsweise das Tal zum Marienplatz verkehren zu lassen. Die Straße dort sei nicht breit genug für einen Begegnungsverkehr von Gelenkbussen. Außerdem soll dort künftig die Ausweichroute für Radfahrer verlaufen. Für Radler ist die neue Fußgängerzone am Marienplatz ebenfalls tabu.

Die Regierung von Oberbayern habe jedenfalls die Genehmigung für die Variante mit gegenläufigem Busverkehr am Viktualienmarkt untersagt. Auch das Kreisverwaltungsreferat äußerte Bedenken. Die MVG hatte diese Lösung zunächst favorisiert. Auch andere Umleitungen seien nicht praktikabel oder kostengünstig zu realisieren, heißt es. Die Verwaltung ist der Auffassung, dass der 52er-Bus mit der vorgeschlagenen Linienführung wieder nahe an den Viktualienmarkt und den Marienplatz herangeführt werde.

Die MVG hat angekündigt, die Fahrgastentwicklung infolge der neuen Linienwege zu beobachten. Eventuelle Anpassungen der Linien könnten dann zu gegebener Zeit im Rahmen des jährlich Leistungsprogramms der MVG vorgenommen werden.

Klaus Vick

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