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Stefan Stiftl (Mitte) mit seinem Team im neuen Wirtshaus „Zum Stiftl“.

Vom Bankschalter zur Sennerbratwurst

Hier geht‘s um die Wurst: Wiesnwirt-Sohn Stefan Stiftl öffnet Wirtshaus im Tal

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Jetzt hat der „Stiftl“ das ganze Jahr offen: Stefan Stiftl, Sohn von Wirtesprecher und Wiesnwirt Lorenz Stiftl, hat sein Wirtshaus im Tal 15 geöffnet. Wir haben schon mal hineingeschaut - und probiert.

München - Endlich hat Stefan Stiftl (33) sein eigenes Wirtshaus: Der Sohn von Wiesnwirt und Spöckmeier-Chef Lorenz Stiftl hat im sogenannten Däntl-Haus seinen Traum verwirklicht. Zum Stiftl - Mein Wirtshaus heißt sein Lokal, das in bester Lage zu finden ist: im Tal 15, direkt an der Ecke zur Hochbrückenstraße, wo früher ein Bankgebäude war. 

Der neue Stiftl - ein Rundgang in Bildern

Und das Beste vorneweg: Die Halbe (Hacker Pschorr) kostet hier nur 3,90 Euro. Für die Innenstadt ein günstiger Bierpreis, den Stiftl in jedem Fall halten möchte: „Bier gehört zu München - und ein Wirtshaus ist für mich ein Zusammentreffen von Jung und Alt, ein Wohlfühlort“, sagt Stiftl. „Da muss sich jeder die Halbe leisten können.“ Ein Credo, das auch an der Wand geschrieben steht: „Wirtshaus ist da, wo man den Bauch nicht einziehen muss.“ 

Das Anliegen: Alte Klassiker und neue Interpretationen

Apropos Wampe: Die Sennerbratwurst mit mildem Bergkäse und Röstzwiebeln stammt aus der hauseigenen Metzgerei -  schmeckt sakrisch guat. Eine Eigenkreation von Metzgermeister Andi Jung, die zusammen mit Wirsing, Kartoffelbrei, Lauchzwiebeln und Senf serviert wird (14 Euro). Eine andere Spezialität, die viele Münchner nur noch von früher kennen dürften: Strammer Max (7,50 Euro), ein Krustenbrot mit Honigschinken, Butter und zwei Spiegeleiern (7,50 Euro). 

Der Biergarten: Alte Klassiker wieder aufleben zu lassen oder neu zu interpretieren, das war dem Stiftl-Team ein Anliegen.

Alte Klassiker wieder aufleben zu lassen oder neu zu interpretieren, das war dem Stiftl-Team ein Anliegen. So findet der Gast Pausenbrote, zum Beispiel mit Bergkäse, geröstetem Speck und Radieserl oder Avocado, Ei, Sprossen und Tomaten (jeweils 6,50 Euro). Knapp 200 Plätze drinnen,  draußen können noch einmal 130 Gäste auf der Terrasse Platz nehmen: Groß genug also, um von einem echten Wirtshaus zu sprechen.

Vor Weihnachten hatte Stefan Stiftl den Mietvertrag unterschrieben. Gefunden hat er die Immobilie übrigens ganz profan: online auf einer Immobilienseite. Die Pläne hat er schon im Februar skizziert. Jetzt sieht man, was daraus geworden ist.

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