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Am Stachus sind am Sonntag mehrere Jugendliche aneinandergeraten.

Zwei Verletzte am Sonntag

Polizei nach Massenschlägerei am Stachus: Gewalt nimmt nicht zu

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    Stefanie Wegele
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München - Vor dem McDonald‘s am Stachus sind am Sonntagabend Jugendliche in Streit geraten. Ein 17-jähriger Syrer wurde vorläufig festgenommen. Polizei und Sozialarbeiter betonen: Massenschlägereien haben nicht zugenommen.

Mehrere Jugendliche sind am Sonntagabend vor dem McDonald’s am Stachus in Streit geraten. Der Grund dafür ist noch unklar. Die Auseinandersetzung eskalierte, am Ende wurden zwei Afghanen im Alter von 17 und 19 Jahren durch Stiche schwer verletzt. Einer der beiden schwebte kurzzeitig sogar in Lebensgefahr. Einsatzkräfte der Polizei nahmen einen 17-jährigen Syrer vorläufig fest.

Laut Polizei ging gegen 20.30 Uhr ein Notruf ein. Passanten meldeten eine Schlägerei unter etwa 20 bis 30 Jugendlichen. Mehr als 80 Einsatzkräfte rückten am Stachus an. Es stellte sich heraus, dass mehrere ausländische junge Männer zunächst mit Fäusten aufeinander losgegangen waren. Im Laufe des Streits erlitten zwei Afghanen aber auch Stiche am Oberkörper. „Wir haben die Tatwaffe noch nicht gefunden“, sagte gestern ein Polizeisprecher. Daher könne man noch nicht mit Sicherheit sagen, ob es sich um ein Messer handelt. Die beiden Verletzten, die in München wohnen, wurden in Kliniken eingeliefert. Bei dem 17-Jährigen stellten die Ärzte lebensbedrohliche Verletzungen fest. Seine Lunge ist durch einen Stich verletzt. Mittlerweile ist der junge Mann außer Lebensgefahr.

Großeinsatz: Massenschlägerei am Stachus

Der Flüchtling aus dem Landkreis Erding, den die Polizei festgenommen hat, räumte ein, einen der beiden Männer verletzt zu haben. Da versuchter Totschlag im Raum steht, hat die Mordkommission München die Ermittlungen übernommen. Derzeit werden die Zeugen – teilweise mit Hilfe von Dolmetschern – vernommen. Die Ermittler versuchen herauszufinden, warum es zu dem heftigen Streit gekommen ist und wie viele Jugendliche daran beteiligt waren.

Dass Menschen bei Auseinandersetzungen schwer verletzt werden, ist nach Angaben des Polizeisprechers in München „eher selten“. Immer wieder gerieten Jugendliche aneinander – zugenommen habe die Zahl der Vorfälle allerdings nicht. Im Gegenteil: Die Polizei registriere bei Gewaltdelikten eher sinkende Zahlen.

Auch aus Sozialarbeiter-Kreisen ist zu hören, dass Massenkonflikte zwischen Jugendlichen nicht zugenommen haben – höchstens gefühlt. Die Stadt und einige Vereine wie Condrobs haben mehr als 30 Streetworker im Einsatz, laut einem Stadtratsbeschluss soll es einen Streetworker für 8500 Jugendliche geben. Die Sozialarbeiter sind präventiv vor allem an Brennpunkten wie dem Hauptbahnhof unterwegs. Ihr Ziel ist, auf die Jugendlichen zuzugehen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Zudem gibt es die Jugendbeamten der Polizei. Diese gelten als gut vernetzt, Plätze und Problemlagen seien bekannt, heißt es.

Wenn ein Gerichtsverfahren läuft, bespricht sich die Jugendgerichtshilfe mit dem Jugendlichen und, wie im vorliegenden Fall des unbegleiteten minderjährigen Syrers, dessen Vormund. Je nach Schwere des Vergehens umfassen Maßnahmen für die Zeit danach laut Stadt etwa Anti-Aggressions-Trainings und psychologische Betreuung.

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