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Der Verdacht auf einen Amoklauf an einer städtischer Berufsschule bestätigt sich nicht.

Ex-Schüler löst SEK-Einsatz aus

Kampfweste und verdächtige Drähte waren Auslöser für Amok-Alarm

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Ein ehemaliger Schüler der Berufsschule an der Orleansstraße war am Montagmorgen der Auslöser für einen Amok-Einsatz - der sich schließlich als Fehlalarm entpuppte.

München - An der Berufsschule an der Orleansstraße lief am Montagvormittag ein Großeinsatz von Polizei und SEK.  Die Polizei gab jedoch schnell Entwarnung:

Wie Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins erklärt, war gegen 9 Uhr der Alarm aus der Berufsschule an der Orleansstraße eingegangen, einer Berufsschule für Zahntechnik, Chemie-, Biologie- und Drogerieberufe. „Es gab den Verdacht einer möglichen Gefährdungssituation durch einen ehemaligen Schüler“, sagt da Gloria Martins. Bei dem Schüler handle es sich um einen 18-Jährigen, „der seit etwa einem halben Jahr nicht mehr Angehöriger der Schule ist“. Nach ersten Ermittlungen war der 18-Jährige in die Schule gekommen, um ein Gespräch zu führen. Er kam dazu ins Sekretariat und sprach die Sekretärin an.

An der Berufsschule an der Orleansstraße wurde am Montagmorgen Amok-Alarm ausgelöst.

Ehemaliger Schüler kam ganz in Schwarz und mit Splitterweste in die Schule

Was letztlich den Ausschlag gab, Alarm auszulösen, sei die Tatsache gewesen, dass der ehemalige Schüler ganz in Schwarz gekleidet mit Springerstiefeln und Splitterschutzweste, an der zwei Funkgeräte hingen, in die Schule kam - dieses Auftreten bezeichnet die Polizei als „alles andere als schülerüblich“. Zudem habe die Schulleiterin „verdächtige Drähte“ an seinem Rucksack gesehen. Daher habe die Schule richtig gehandelt und die Schüler im Vorgriff auf eine mögliche Gewalttat per Durchsage gewarnt und die Polizei alarmiert, nachdem der junge Mann des Sekretariats verwiesen wurde. „Sein Auftreten löste bestimmte Assoziationen aus.“

Laut Polizeisprecher waren die Beamten bereits nach wenigen Minuten am Einsatzort an der Orleansstraße - mit rund 70 Einsatzkräften. Das erste Interventionsteam traf im Foyer der Schule auf den 18-Jährigen, der sich widerstandslos festnehmen ließ. Bei den Drähten handelte es sich offenbar um Kopfhörer. Der junge Mann wurde zur Vernehmung auf eine Münchner Polizeiinspektion gebracht.

Was hatte der 18-Jährige vor?

Da Gloria Martins weiter: „Wir verwenden jetzt natürlich sehr viel Energie und Aufwand darauf, herauszufinden, was sein Plan war, warum er so gekleidet an seine alte Schule kam und wie das geplante Gespräch, das er nach eigener Aussage habe führen wollen, hätte aussehen sollen.“ 

Verletzt wurde niemand, die Polizei durchsuchte das gesamte Schulgelände zur Sicherheit nach gefährlichen Gegenständen - ohne Befund. 

Warum der Schüler die Schule verlassen hat, ist derzeit ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen, laut Marcus da Gloria Martins gibt es eine Vorgeschichte. Waffen habe der ehemalige Schüler nicht bei sich gehabt - auch eine konkrete Drohung sei nicht ausgesprochen worden. 

Bilder: SEK-Einsatz nach Amok-Alarm an Münchner Berufsschule

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