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Im Mai waren bei dem Architekturwettbewerb drei Entwürfe ins Finale gekommen. Die Sanierung des Gasteigs soll 2021 starten.

Serie: Die Zukunft in den Vierteln

An diesem Ort zeigt sich das schlimme Ausmaß der Stadt München im Kleinen

München wächst: Im Jahr 2035 werden rund 300.000 Menschen mehr leben als heute. In den Stadtvierteln wird daher kräftig gebaut. Wir zeigen, wie es künftig aussieht. Diesmal: Au-Haidhausen.

In Au-Haidhausen zeigt sich das Dilemma der Stadt München im Kleinen. Es ist schlicht kein Platz mehr da. Auf der letzten Freifläche, am Holzkontor, wird seit einiger Zeit gebaut. Ansonsten heißt es für die Bewohner erst einmal: warten. Dieses Jahr sollen zumindest am Holzkontor die Bauarbeiten beendet werden. Es entstehen 120 Wohnungen, die IHK und ein Motel One.

Die restlichen Baustellen, also das Paulaner-Gelände und das ehemalige Frauengefängnis Neudeck am Auer Mühlbach, werden voraussichtlich nicht fertig sein. „Auf dem Paulaner-Gelände könnte eventuell das Gebäude an der Welfenstraße bezugsfertig werden“, sagt Barbara Schaumberger (CSU) vom Bezirksausschuss (BA) 5. Auf dem gesamten Areal an der Falken-, der Welfen- und der Regerstraße sollen 1500 Wohnungen entstehen. Bis 2023 soll dort gebaut werden.

Au/Haidhausen: Diese wegweisenden Projekte prägen die Zukunft

Für den BA sind es eher die wiederkehrenden Dinge, auf die man sich heuer vorbereiten muss. Da ist zum einen die Sanierung des Gasteigs. Im Mai waren bei dem Architekturwettbewerb drei Entwürfe ins Finale gekommen. Die Sanierung soll 2021 starten. Kosten: 370 Millionen Euro. Die Einrichtungen des Kulturzentrums sollen währenddessen in Sendling Platz finden.

Nachdem die Gleisarbeiten der Tram-Linie 18 nun bis voraussichtlich 10. Februar dauern werden, müssen die Bewohner sich aber auch weiterhin auf Ersatzbusse verlassen. Die Gleise der Tram-Linien 19 und 21 werden heuer ersetzt. „Da müssen wir uns auf drei Monate ohne Tram einstellen“, sagt Schaumberger.

An der Grundschule am Mariahilfplatz wird seit dem Spätsommer letzten Jahres gebaut. Das Gebäude ist über 50 Jahre alt und wird generalsaniert. „So etwas machen sie nicht in einem Jahr“, erklärt Schaumberger. In einem zweiten Schritt soll auch die Turnhalle renoviert werden.

Der Isarrahmenplan, der im Dezember 2018 vom Stadtrat verabschiedet werden sollte, ist nun auf dieses Jahr verschoben. Wie stark die Isar kommerzialisiert wird und welche neuen Verkehrspläne kommen, ist aber offen. Aber zumindest soll dieses Jahr das Maxwerk gestrichen werden, nachdem 2018 die Pläne für eine größere Gastronomie endgültig gescheitert waren. Ob es aber noch andere Vorschläge geben wird, ist ungewiss.

Für den Umbau des Wiener Platzes braucht es einige Studien. Genauso ergeht es dem Riesenthema Zweite Stammstrecke. Wann es da weitergeht, ist „terminlich offen“. Deswegen seien auch die neuen Wege vom Orleansplatz bis ins Werksviertel erst mal nur Pläne. Daran würden mehrere Stellen arbeiten, leider nicht die BAs, bedauert Schaumberger.

Lesen Sie auch: Diese touristischen Einrichtungen im Münchner Bahnhofsviertel sind den Grünen ein Graus

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Haidhausen - mein Viertel“.

Tarek Barkouni

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