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Verfällt zusehends: Das Haus am Preysingplatz galt schon 1999 als unbewohnbar.

Haus vergammelt seit Jahren

Was passiert mit dem „Schandfleck“ am Preysingplatz

München - Seit Jahren gammelt in Haidhausen ein einst hübsches Haus vor sich hin. Jetzt war das Gebäude wieder Thema im Bezirksausschuss.

Der Bezirksausschuss (BA) Au-Haidhausen will wissen, was mit einem ehemaligen kleineren Wohnhaus am Preysingplatz 8 passiert. „Das früher sehr nette kleine Wohnhaus steht seit Jahrzehnten leer und verfällt zusehends“, kritisierte die CSU-Fraktion in einem Antrag. Nun antwortete die Stadt den Lokalpolitikern, dass sie nichts dagegen unternehmen könne. Doch damit will sich der BA nicht abfinden.

Verfällt zusehends: Das Haus am Preysingplatz galt schon 1999 als unbewohnbar.

Die Sichtweise im BA ist klar: Das Anwesen stelle einen „üblen Schandfleck“ direkt am Preysingplatz und in unmittelbarer Nähe des „Hauses für Kinder“ dar, sind sich die Lokalpolitiker einig. Im Vorgarten habe sich inzwischen das Gelände abgesenkt, der niedrige Drahtzaun reiche nicht aus, um etwa spielende Kinder vom Betreten des maroden Grundstücks zuverlässig abzuhalten. Es bestehe „Verletzungs- und Vandalismusgefahr“.

Mit der Antwort der Stadt, die sich nun dazu geäußert hat, wollen sich die Lokalpolitiker nicht zufrieden geben: Da das Anwesen nicht der Stadt gehöre, sei es noch in keiner Leerstandsliste enthalten, teilte das Planungsreferat dem BA in einem Schreiben mit. Es sei in Privatbesitz, somit habe die Stadt keine Eingriffsmöglichkeit, um für eine rasche Instandsetzung zu sorgen. Für das Anwesen habe das Amt für Wohnen und Migration zudem bereits im Jahr 1999 einen Negativtest wegen Unbewohnbarkeit erteilt. Das Gebäude stehe nicht unter Denkmalschutz, einem Abriss würde grundsätzlich nichts im Wege stehen. Der BA sieht Fragen beispielsweise nach der Sicherheit des Hauses seitens der Stadt dadurch aber noch nicht beantwortet – und spielt den Ball des Handels an das Planungsreferat zurück. 

Anne Hund

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