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Objekt der Begierde: Das Maxwerk soll gastronomisch genutzt werden, einzig der örtliche Bezirksausschuss wettert dagegen.

Nach Widerstand des Bezirksausschusses

Stadtrats-CSU unterstützt Biergartenpläne von Augustiner am Maxwerk

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Augustiner möchte das Maxwerk in ein Wirtshaus mit Biergarten verwandeln. Nach erstem Widerstand gibt es nun Unterstützung für die Pläne - aus dem Stadtrat.

München - Der Frühling naht - und es kommt Bewegung in eine mögliche gastronomische Nutzung des Maxwerks an der Isar. Wie berichtet, plant Augustiner dort ein Wirtshaus mit Biergarten. Auch die Stadtwerke als Eigentümer des denkmalgeschützten Wasserkraftwerks befürworten die Idee. Doch bisher hat die Brauerei davon abgesehen, ihre Pläne umzusetzen. Grund: Der örtliche Bezirksausschuss sträubt sich vehement gegen die gastronomische Nutzung. Und gegen den Widerstand des Stadtteilgremiums möchte Augustiner nichts durchpauken.

Nun aber bekommt die Brauerei auch offensive Unterstützung von der Stadtrats-CSU für ihre Initiative. Bürgermeister Josef Schmid und der Fraktionsvorsitzende Manuel Pretzl wollen sich kommende Woche vor Ort ein Bild machen. Schon jetzt kündigt die CSU an: „Die Realisierung einer Gastronomie mit Biergartenbetrieb ist ein passendes Angebot, das im Einklang mit den Gegebenheiten vor Ort die Spaziergänger und Radler freuen wird.“ Das Maxwerk liegt knapp unterhalb der Maximiliansbrücke am rechten Isarufer in den Maximiliansanlagen.

SPD und Grüne für Gastronomie

Die Haltung der Stadtrats-CSU ist pikant, weil die meisten örtlichen Vertreter der Partei sich vehement gegen das Vorhaben aussprechen. Auch SPD und Grüne im Stadtrat befürworten im Übrigen eine Gastronomie. Zuletzt hatte Augustiner seine Pläne abgespeckt. Ursprünglich war ein Betrieb mit 200 Plätzen auf der Dachterrasse, 150 im Innenbereich des Maxwerks sowie einem Biergarten mit 80 Plätzen vorgesehen. Inwieweit diese Maximalvariante reduziert wurde, dazu schweigt sich Augustiner bisher aus.

Lesen Sie auch: Biergarten am Maxwerk: Augustiners letzter Versuch

Ein Sprecher der Brauerei wusste am Dienstag noch nichts von der CSU-Initiative, zeigte sich aber freudig überrascht. Augustiner hatte bereits im Sommer 2016 eine Umfrage in Auftrag gegeben, um die Akzeptanz einer gastronomischen Nutzung zu eruieren. Dabei kam unter 250 Befragten heraus, dass 72,4 Prozent ein Wirtshaus an diesem Ort sehr gut oder gut gefallen würde. Wenn es etwas zu essen und zu trinken gäbe, würden sich 88,4 Prozent der Befragten dort gern hinsetzen, war ein weiteres Ergebnis. Das beauftragte Meinungsforschungsinstitut zählte am Maxwerk an fünf Tagen im Juli zwischen 1300 und 8700 Passanten pro Tag – jeweils abhängig vom Wetter.

Klaus Vick

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