Verspätungen und Zugausfälle

Nach Großeinsatz am Münchner Ostbahnhof: 16 weitere Migranten aufgegriffen

München - Mehrere Menschen sind am Sonntagmorgen in München von Güterzügen abgesprungen und haben einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.

„Wir haben acht Migranten nach rund einer Stunde Suche aufgegriffen“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntagmorgen. Die Menschen hatten sich auf den Güterzügen, die aus Richtung Italien am Münchner Ostbahnhof ankommen, versteckt. Bahnmitarbeiter verständigten die Polizei, nachdem sie die Menschen zwischen den Gleisen entdeckt hatten. Die Bundespolizei war mit mehreren Streifen und einem Hubschrauber im Einsatz.

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Der Bahnverkehr rund um den Ostbahnhof wurde während der Suche zeitweise eingestellt. Es kam nach Angaben der Bahn zu Verspätungen und Zugausfällen im Regionalverkehr und bei der S-Bahn in Richtung Flughafen. „Weil kein Berufsverkehr war, waren die Auswirkungen aber insgesamt nicht so gravierend“, teilte ein Sprecher der Bahn mit.

Weitere Personen aufgegriffen

Nach den acht Migranten, die am frühen Sonntagmorgen im Bereich des Güterbahnhofes München-Ost aufgegriffen worden waren, wurden bis 11.30 Uhr im Bereich des Rangierbahnhofes München-Nord 16 weitere Migranten entdeckt. Sie waren unerlaubt auf Güterzügen ins Bundesgebiet eingereist. Das teilte die Bundespolizei am Sonntagmittag mit. Es handelte sich um 16 Afrikaner, unterschiedlicher Nationalitäten. Darunter befanden sich auch zwei unbegleitete Minderjährige aus Guinea.

„Alle 16 Migranten äußerten ein Schutzersuchen und wurden der Bayerischen Landespolizei übergeben. Keiner der auf dem lebensgefährlichen Weg Reisenden wies äußerlich erkennbare körperliche Versehrtheiten auf, obwohl teilweise nur sommerliche Kleidung (T-Shirt, kurze Hose) getragen wurde“, heißt es im Polizeibericht. Damit erhöhte sich die Zahl, der am Sonntagvormittag aufgegriffenen Migranten, die mit Güterzügen aus Italien kommend unerlaubt einreisten, auf 24.

dpa/MM/tz

Rubriklistenbild: © Bodmer/Archivbild

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