Erneuter Rückruf bei BMW - Mehr als eine Million Fahrzeuge betroffen

Erneuter Rückruf bei BMW - Mehr als eine Million Fahrzeuge betroffen
+
Die Angeklagten bei einem früheren Gerichtstermin im Februar. 

Mordfall in Haidhausen

Prozess um mumifizierte Leiche: Angeklagte fanden Opfer „nervig“

Im Prozess um die ermordete Frau, deren mumifizierte Leiche 2016 gefunden wurde, stehen fünf Männer vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen extrem kaltblütiges Vorgehen vor. 

München - Im Prozess um eine ermordete Frau, deren mumifizierte Leiche in Haidhausen ausgegraben wurde, hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für zwei Hauptangeklagte gefordert. Bei einem stellte die Staatsanwältin am Donnerstag vor dem Münchner Landgericht I die besondere Schwere der Schuld fest. Er soll auch der Lebensgefährte der Frau gewesen sein.

Die Hauptangeklagten sollen das Opfer im Juli 2015 nach einem Streit bei einer Grillfeier auf einem alten Firmengelände in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs gewürgt und mit einem Hammer erschlagen haben. Die Frau galt als Störfaktor bei regelmäßigen Saufgelagen, wie die Männer bei Vernehmungen ausgesagt hatten. Die beiden Polen ließen die Leiche laut Anklage mit weiteren Komplizen verschwinden. Sie stehen wegen Mordes vor Gericht.

Frau wurde vor ihrem Tod misshandelt

Wegen gemeinsamer Strafvereitelung und gefährlicher Körperverletzung plädierte die Staatsanwaltschaft bei drei weiteren Angeklagten auf zwei Mal drei Jahre und neun Monate Haft - sowie ein Mal auf fünf Jahre Haft. Es sei nicht daran zu zweifeln, dass zwei der Männer beim Vertuschen des Mordes geholfen hätten, sagte die Staatsanwältin. Ein weiterer habe die Frau zuvor schwer misshandelt.

Die fünf polnischen Staatsangehörigen sollen die Leiche der Frau in einem Schacht auf dem Firmengelände entsorgt haben. Im September 2016 wurde der mumifizierte Körperbei Bauarbeiten zufällig ausgegraben.

Urteil zum 11. April erwartet

Das Opfer sei eine streitsüchtige, nervige Person gewesen, sagten die mutmaßlichen Täter. Man habe sie loswerden müssen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ein extrem kaltblütiges Vergehen. Zudem sei es verachtenswert, jemanden umzubringen, nur weil er nervt.

Zum Prozessauftakt hatten die Männer geschwiegen, nur einer hatte sich geäußerte. Im Laufe der Verhandlungen legten die Angeklagten laut Staatsanwaltschaft teilweise Geständnisse ab und belasteten sich gegenseitig. Das Urteil soll am 11. April fallen.

Lesen Sie auch: 

Obdachloser lässt sich auf Unbekannten ein - in der Nacht zeigt dieser sein grausames Gesicht

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Feringasee-Mord: Die Tatversion des Angeklagten bröckelt
Ist er ein eiskalter Killer – oder war alles nur ein schreckliches Unglück? Seit Anfang September steht Konstantin V. (33) wegen Mordes vor Gericht. Nun meldet sich ein …
Feringasee-Mord: Die Tatversion des Angeklagten bröckelt
Prostitution und Lärm in Großhadern? Anwohner klagen gegen Arbeiterheim
„In Hadern leben Sie sicher,“ betont Polizei-Chef Peter Gloël. Die Nachbarn eines Arbeiterwohnheims sehen das anders und sprechen von Schmutz, Ruhestörung und illegaler …
Prostitution und Lärm in Großhadern? Anwohner klagen gegen Arbeiterheim
Bußgeld nach Strafzettel abgewendet – aber jetzt wird’s doch teuer
Hätte sie mal den Strafzettel wegen Falschparkens bezahlt. Eine Fahrzeughalterin hat das im Lehel nicht gemacht. Sie zog vor Gericht –  und zahlt nun fast drei Mal so …
Bußgeld nach Strafzettel abgewendet – aber jetzt wird’s doch teuer
München hat‘s kalt erwischt: Erkältungswelle rollt über die Stadt
Husten, Schnupfen und Heiserkeit machen sich in München breit. Dabei hat die Grippewelle die Landeshauptstadt noch gar nicht erreicht. Das zuständige Referat rät zur …
München hat‘s kalt erwischt: Erkältungswelle rollt über die Stadt

Kommentare