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Seit der Renaturierung ist es zwischen Wittelsbacher- und Corneliusbrücke bei schönem Wetter immer sehr voll am Isarufer - und dementsprechend laut.

Musiklärm hat zugenommen

Den Isar-Anwohnern graut's schon vor dem Sommer

München - Zwischen Wittelsbacher- und Corneliusbrücke wird es bei schönem Wetter eng am Isarufer. Den Anwohnern in der Au graut es deshalb vor dem Sommer: Sie fürchten den Lärm, den Feiernde verursachen.

Joggen, spazieren, draußen sitzen: Die meisten können den Frühling kaum erwarten.  Zwischen Cornelius- und Wittelsbacherbrücke zieht’s dann hunderte Menschen täglich auf die Isarstufen und Spielplätze, wo sich München von seiner Sonnenseite zeigt.

Die Kehrseite schilderte bei der Bürgerversammlung in der Au am vergangenen Donnerstag ein Anwohner so: Nahe der Reichenbachbrücke fühlten sich Anwohner zunehmend durch die lauten Ghetto-Blaster gestört, die manche Feiernde an die Isar mitbringen. Die Verstärker hätten eine enorme Wucht. Die Musikanlagen, die Jugendliche etwa auf Basketballplätzen oder unter der Reichenbachbrücke dabei hätten, seien oft so groß wie Koffer, „manche Anlagen haben sogar Rollen“. Sich darüber aufzuregen, möge vielleicht „spießig“ klingen, räumte er ein. Doch die laute Musik dringe bis zu den Wohnungen. Das sei gerade nachts kein Spaß. Seit etwa zwei Jahren habe die Belästigung zugenommen. In einem Antrag fordert er, dass der Lärm durch Kontrolleure unterbunden wird. Viele Bürger stimmten zu.

Bei der Stadt ist das Problem bekannt. Grundsätzlich fordere die Grünanlagenaufsicht oder der private Sicherheitsdienst Isarbesucher auf, die Musikanlagen abzustellen, so das Baureferat. Kämen sie dem nicht nach, werde in der Regel die Polizei gerufen. Lärmbelästigung gilt als Ordnungswidrigkeit, bei Verstößen droht ein Bußgeld.

Anne Hund

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