Regelrechte Blutspur

Messerattacke in München: Polizei geht neuem Verdacht nach

Über den Messerstecher vom Rosenheimer Platz in München, der am Samstag acht Menschen attackierte, werden immer mehr Details bekannt. Offenbar gibt es noch einen weiteren Tatort. 

Ist er seinen wirren Fantasien schon am Tag vor den blutigen Attacken in Haidhausen erlegen? Offenbar hat Messerstecher Patrick H. bereits am Freitag zugeschlagen. Diesem Verdacht geht die Polizei derzeit nach.

Demnach soll der 33-Jährige gegen 13.15 Uhr eine Frau am Candidplatz angegriffen haben. Ein Messer, so wie er es am Samstag bei sich hatte, kam bei diesem Vorfall aber vermutlich nicht zum Einsatz. „Es gibt eine Anzeige zu einem Übergriff“, bestätigt Polizeisprecher Werner Kraus. Jetzt müsse man ermitteln, ob Patrick H., der psychisch kranke Obdachlose, für die Tat in Frage kommt.

Blutspur im Wahn: Der studierte Chemiker fühlte sich verfolgt

Auch am Montag bleiben die Beamten bei dem Tatmotiv, dass ihnen H. als Grund für den Angriff auf acht Menschen nannte. Der studierte Chemiker fühlte sich demnach von einer bestimmten Familie verfolgt. In seinem Wahn zog er dann am Samstagvormittag eine Blutspur durch Haidhausen und die Au.

Rettungsdecken über den Blutlachen: Die Polizei verbarg am Samstag die Spuren der Messerattacken. 

Um 8.20 Uhr fuchtelte Patrick H. mit seinem Messer zunächst in die Richtung eines Ingenieurs. Der 55-Jährige stürzte und verletzte sich, als er den Hieben ausweichen wollte. Danach schnitt er einem Italiener ins Ohr, schlug einer Frau (44) und einem Bub (12) ohne Vorwarnung ins Gesicht. Ein Elektrotechniker erlitt Stichverletzungen am Hinterkopf, ein Bankkaufmann an der Stirn. Auch ein Controller und ein rumänischer Feuerwehrmann wurden verwundet. Drei Stunden später stellte ihn schließlich die Polizei. 

Die Polizei ermittelt mittlerweile gegen die Twitter-Nutzer, die am Samstag bewusst falsche Informationen verbreitet haben.

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joh/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © fkn

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