Mit den Farben unzufrieden: Adelheid Dietz-Will (SPD).

Bezirksausschuss irritiert

Farben-Streit um Neubebauung am Paulaner-Areal

München - Die alten Brauerei-Gebäude stehen noch, da schwelt bereits ein Streit über die künftige Fassadengestaltung bei den Neubauten an der Welfenstraße.

Die Bebauung des ehemalige Paulaner-Geländes mit rund 1500 neuen Wohnungen rückt immer näher. Ab 2017 wird im Teilareal an der Welfenstraße gebaut. Gleichzeitig auch im Teilgebiet an der Falkenstraße, wo noch in diesem Herbst die Abrissarbeiten starten.

An der Regerstraße wird 2017 abgerissen und ab 2018 gebaut. Über den Bezirksausschuss Au-Haidhausen sind jetzt erste Details zur Fassadengestaltung des Gebäudes an der Welfenstraße bekanntgeworden: Hellgrün und unten am Sockel lila solle die Front gegenüber dem Genossenschaftsbau werden, berichtete BA-Chefin Adelheid Dietz-Will (SPD). Und auf der Rückseite, zur Bahn hin, sei die Front „knallrot“ geplant. Eine solche „großflächige, farbliche Zusammenstellung“ ist aus Sicht der BA-Mitglieder „irritierend“. Man sei davon ausgegangen, dass die „Einzelhäuser über Farbstrukturen gekennzeichnet werden“.

Dass die Gebäude an der Welfenstraße keine graue oder weiße Fassade bekommen werden, hatte die Bayerische Hausbau im Vorfeld angekündigt. Für den Neubau sei „ein passendes Gegengewicht zur kräftigen Farbgebung des gegenüberliegenden historischen Weilerblocks“ geplant, hieß es zuletzt.

Noch in diesem Jahr solle es eine Informationsveranstaltung geben, teilte die Bayerische Hausbau auf Anfrage mit. Dabei wolle man über den aktuellen Stand des Vorhabens informieren.

Die ersten Bewohner können voraussichtlich ab 2019 in die Wohnungen an der Welfen- und der Falkenstraße ziehen. Ein Teil der Gebäude an der Regerstraße soll 2020 bezugsfertig sein. Insgesamt sollen die Arbeiten bis 2023 abgeschlossen werden.

Hier wird die alte Paulaner-Brauerei abgerissen

Anne Hund

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