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Nochmal entspannt abhängen: Benjamin David (l.) und Ulrike Bührlen von den „Urbanauten“ zusammen mit Matze Gampe und Michi Paul (beide vom MTV München von 1879, der das Sportprogramm am Kulturstrand organisiert).

Suche nach Alternativstandorten

Münchner Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen droht das Aus

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Am Freitag startet in München der Kulturstrand 2018. Die veranstaltenden Urbanauten gehen jedoch davon aus, sich ab 2020 einen neuen Standort suchen zu müssen.

München - Kinder und Erwachsene können kostenlos im Freien bei Angeboten des MTV München sporteln, DJs und Bands sorgen für  Musik, und es gibt griechische Küche. Das alles bietet der Kulturstrand ab heute bis 11. August am Vater-Rhein-Brunnen unterhalb der Ludwigsbrücke. Täglich von 12 bis 24 Uhr ist Programm, nur am Sonntag geht’s wegen der Anwohner leiser zu. 

Seit 2004 führen die Kultur- und Event-Macher „die Urbanauten“ um Benjamin David und Ulrike Bührlen den Kulturstrand jährlich durch. Mit einer Ausnahme: 2016 erhielt Zehra Spindler mit ihrer „Urban League“ den Zuschlag der Stadt. Es folgten Streit und eine Klage Davids. In der nächsten Ausschreibung sicherten sich die Urbanauten den Strand für die Jahre 2017, 2018 und 2019 wieder. 

Doch: Ab 2020 könnte Schluss sein mit dem Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen. Denn: Derzeit wird im Auftrag der Stadtrates und im Kontext der sogenannten Flussrunde ein neues Konzept für den Platz erarbeitet. Der soll einmal dem Gärtnerplatz vom Flair ähneln und die angrenzende Ludwigsbrücke verkehrsberuhigt werden. „Für den Kulturstrand ist dann wohl kein Raum mehr“, sagt Benjamin David. „Das ist auch okay. Wir wollen aber gerne schon jetzt diskutieren, wo man sonst ein solches Projekt machen könnte.“ 

Das könnten alternative Plätze für den Kulturstrand sein

Und so schlagen die Urbanauten für sich und auch andere Veranstalter öffentliche Plätze für Kulturprojekte in der Stadt vor. David kritisiert: „Die Argumentation der Stadt, dass solche Projekte nur am Stadtrand stattfinden können, zeugt von einer gewissen Fantasielosigkeit.“ Beispielsweise seien die Dächer des Gasteigs und des Deutschen und Europäischen Patentamtes für Nutzungen geeignet. 

Vor dem Deutschen Patentamt gebe es zusätzliche eine Grünfläche, das die Bundesbehörde der Stadt bereits angeboten habe, so Benjamin David. Ebenso interessant für die Kulturschaffenden wäre die alte Braunauer Eisenbahnbrücke, die seit vielen Jahren nicht mehr genutzt wird. 

Nicht weit entfernt liegt das Werk 3 der Stadtwerke. Das weitgehend leerstehende Gebäude und die Flächen drumherum könnten Kulturschaffenden zur Verfügung gestellt werden werden, meint Benjamin David. Genauso wie die Rückseite des Deutschen Museums, das Rondell vor dem Landtag und diverse Hundewiesen an der Isar. 

Seine Konkurrentin von einst, Zehra Spindler, hat auch wieder ein neues Projekt: Sie will drei Monate lang Leben in den denkmalgeschützten Nußbaumpark am Sendlinger Tor bringen. Bisher hat der Park keinen besonders guten Ruf: Anwohner klagen über Alkoholabhängige und Drogensüchtige. 

Spindler wartet bisher auf die endgültigen Genehmigungen der Stadt, will aber voraussichtlich Mitte Juni starten. Im Park soll leise Musik gespielt werden, es soll einen Essensstand geben und verschiedene Sitzmöglichkeiten. Spindler: „Außerdem wollen wir Hochbeete zum Mieten aufstellen.“

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der

Facebook-Seite „Meine Au“.

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