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Die neuen Nockherberg Wirte: Florian Lechner (l.) und Christian Schottenhamel.

Kein „Charme einer Dreifachturnhalle“ mehr

Exklusiv: So sieht der neue Nockherberg aus - und dann wird er eröffnet

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Mama Bavaria schimpft hier ihre Politiker-Kinder und leitet zum Singspiel über: Im Festsaal des legendären Paulaner am Nockherberg. Die neuen Wirte der Kult-Gaststätte haben nun den fertig umgebauten Saal präsentiert. Sie wollen, dass über das Traditionslokal in der Stadt wieder geredet wird.

München - In Licht getauchte Baum-Silhouetten, außerdem Steine und Holz an der Wand: Auf den ersten Blick wird kaum ein Münchner den Festsaal des Paulaner am Nockherberg wiedererkennen. Die neuen Wirte des Münchner Traditionslokals – Christian Schottenhamel (55, Schottenhamelzelt, Menterschwaige) und Florian Lechner (44, Café Nymphenburg Sekt, Ex-Moarwirt-Chef) – sind stolz auf den fertig umgebauten Saal, in dem Ende Februar traditionell die Salvatorprobe mit Starkbieranstich und Singspiel über die Bühne geht.

„Wir wollten vom Charme einer Dreifachturnhalle weg und trotzdem Wärme und Gemütlichkeit in den Saal bekommen“, sagt das Wirte-Duo. Der Saal ist als erster Baustein der Großbaustelle fertig. Sein Inneres maßgeblich mitgestaltet hat Philipp Zimmermann (51), der in den letzten Jahren unter anderem als Chefdesigner für „Hans im Glück“ gearbeitet hat.

Und so verwundert es nicht, dass auch beim Nockherberg wie bei der Burger-Kette Baum-Stämme eine Rolle spielen. „Das passt gut zu den alten Kastanienbäumen im Biergarten“, sagt Wirt Schottenhamel. Der Saal kann je nach Anlass unterschiedlich beleuchtet werden.

Der umgebaute Saal kann unterschiedlich beleuchtet werden. Hier geht traditionell die Salvatorprobe über die Bühne.

Anders als im Saal werkeln in der Wirtsstube im vorderen Teil des Nockherbergs noch die Bauarbeiter. Hier stehen zwei große kupferfarbene Kessel bereit: In der Gaststätte wird künftig eigenes Bier gebraut. Auf den Tellern landet modern interpretiertes bayerisches Essen. Hendl, Ente oder Spanferkel brutzeln Köche unter anderem auf extra aus Spanien eingeflogenen Holzkohlegrills. „Die Leute sollen wieder über den Nockherberg sprechen“, sagt Schottenhamel.

Die geplanten Preise für Essen und Getränke seien aber nicht gehoben, sondern lägen im gesunden Mittelfeld. Das Traditionslokal ist mit bis zu 1000 Plätzen im Wirtshaus, 2500 im Biergarten und je nach Bestuhlung bis zu 4000 im großen Saal eines der größten in Bayern. 27 Jahre lang hatte den Nockherberg Wiesn-Wirt Peter Pongratz (Winzerer Fähndl) geführt. Mitte Februar, kurz vor der Starkbier-Saison, wollen seine Nachfolger das umgebaute Lokal wiedereröffnen.

So sah der Nockherberg-Saal früher aus.

Alleine 1700 Quadratmeter bemisst der Festsaal, in dem während der Starkbierzeit rauschende Feste gefeiert werden. Auch Bälle, Messen, Firmenfeiern und Konzerte können sich die Wirte dort vorstellen. Klare Ansage: „Zur WM wollen wir den Nockherberg zu der Public-Viewing-Destination für die Münchner machen.“ Derzeit stellen die Wirte ihre Stammmannschaft für das Traditionslokal zusammen (Bewerbungen an: d.bauer@nockherberg.com). Besonders gesucht werden Köche und Service-Kräfte.

Ramona Weise

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