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Hier soll künftig Bier ausgeschenkt werden.

Münchens ältestes Wasserkraftwerk

Der Plan fürs neue Maxwerk: Biergarten auf dem Dach

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München - Im Maxwerk soll künftig nicht nur Wasser fließen – sondern auch Bier! Wie wir exklusiv erfahren haben, hat Augustiner seine Biergarten-Pläne überarbeitet. Jetzt sehen sogar einstige Kritiker die Gastro-Idee positiv.

„Wir glauben, dass es qualitativ eine gute Sache sein kann“, sagt Grünen-Chef Florian Roth. Das klang vor Monaten noch anders: ein Biergarten mit rund 400 Sitzplätzen – unter anderem die Grünen und der örtliche Bezirksausschuss (BA) fürchteten einen Gastro-Giganten.

Augustiner zog die Pläne zunächst zurück. Man wolle das Projekt nicht durchdrücken, hieß es damals. Auf Antrag der Grünen befasste sich schließlich der Stadtrat mit dem Thema. Denn dass mit Münchens ältestem Wasserkraftwerk etwas passieren muss, da sind sich alle einig. Das historische Gebäude ist schlicht zu schade, um es dem Verfall zu überlassen.

Grünanlagen bleiben unangetastet

Jetzt hat Augustiner nachgebessert und die neuerlichen Pläne bereits den Stadtratsfraktionen vorgestellt. Der Bezirksausschuss soll demnächst folgen. Dem Vernehmen nach sind 199 Plätze auf der Dachterrasse geplant, 150 im Inneren, 80 vor dem Gebäude – und zwar ausschließlich auf dem Gelände der Stadtwerke. Die Grünanlagen bleiben unangetastet.

In Summe sind das freilich immer noch über 400 Plätze, jedoch geht der Bierbrauer von einer wechselnden Besetzung aus. „Bei schönem Wetter will niemand drinnen sitzen – und wenn es regnet, sitzt niemand draußen“, sagt Roth.

Auch von SPD und CSU gibt es kein Gemäkel. „Das, was uns vorgestellt wurde, ist für uns in Ordnung“, sagt SPD-Chef Alexander Reissl. CSU-Chef Manuel Pretzl: „Wir werden dem zustimmen und begrüßen die Pläne nachdrücklich. Der Biergarten wird für diesen Bereich eine Bereicherung.“

Einzig die kritischen Stimmen aus dem Arbeitskreis Öffentliches Grün des Münchner Forums verstummen nicht. Vorsitzender Klaus Bäumler: „Ich halte diese Dimension des Betriebes nach wie vor für nicht tragbar.“

Stichwort „Maxwerk“

Es ist zweifelsfrei ein Kleinod: das Maxwerk – eines der ältesten noch betriebenen Wasserkraftwerke Bayerns, das älteste in der Landeshauptstadt. Seit 1895 wird am rechten Isarufer in den Maximiliansanlagen Strom erzeugt. Betreiber des Kraftwerks sind die Stadtwerke München (SWM). Der Auer Mühlbach wurde eigens zur Stromerzeugung kanalisiert unter der Brücke durchgeführt und unterirdisch unter dem Kraftwerk vorbeigeführt. Damit es in der Nähe des Maximilianeums nicht auffiel, erbaute Carl Hocheder das Werk im Stile eines barocken Jagdschlösschens. Insgesamt erzeugt es drei Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

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