Auch Tote nach Einsturz der Autobahnbrücke in Italien

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Eine Wandverkleidung sucht man am U-Bahnhof am Ostbahnhof derzeit vergeblich.

„Station sieht verwahrlost aus“

Zustände am Ostbahnhof sorgen für Unmut - so reagiert die MVG

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Nicht selten schmückt sich München mit dem Bild der blitzsauberen Weltstadt. Aktuelle Aufnahmen vom Ostbahnhof sind da nicht gerade imageförderlich - Unmut regt sich.

München - Ist das wirklich München, möchte man fragen, wenn man derzeit am Ostbahnhof auf die U5 wartet. Die Aussichten am Bahnsteig wollen so gar nicht zu dem sauberen Bild passen, das die Landeshauptstadt sonst so oft abgibt.

Seit im U-Bahn-Geschoss vor etwa drei Jahren die Wandverkleidung entfernt wurde, ist auf den ersten Blick nicht viel passiert. Karger Putz blickt den Fahrgästen entgegen, der mancherorts von Graffiti-Künstlern „verziert“ wurde.

“Verwahrloster“ Ostbahnhof sorgt für Unmut

Im Zuge der Streusalzverwendung im Straßenbereich des Ostbahnhofes war chloridhaltiges Wasser in die unterirdischen Fugen zwischen den äußeren Bahnhofswänden eingedrungen. Das setzte der Stahlbewehrung der Betonwände über die Jahre mächtig zu. Eine Fugensanierung schien im Frühjahr 2015 unausweichlich. Der erste Arbeitsschritt wurde bereits Ende 2016 abgeschlossen. Nach einer Wandverkleidung sucht man jedoch auch heute noch vergeblich.

Bereits im Frühjahr 2015 wurde mit den Arbeiten begonnen.

„Nun sind fast drei Jahre vergangen, ohne dass sich etwas geändert hat. Die Station sieht verwahrlost aus, ich habe schon die Hoffnung verloren dass sich da noch irgendetwas ändern wird“, ärgert sich unser Leserreporter Djordje Matkovic.

So reagiert die MVG

„Es sieht nicht schön aus, muss aber leider sein“, konstatiert ein Sprecher der MVG. Nachdem die Sanierung der Gebäudefugen hauptsächlich über Baugruben an der Oberfläche durchgeführt worden war, sei nun auf Bahnsteigebene Teil zwei des Sanierungsprozesses im Gange. „Dort müssen der sogenannte Sohlbalken (Betonsanierung hinter der Stromschiene) und die Unterkonstruktion der Wandverkleidung instandgesetzt werden“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens.

Begleitet wird die Gebäudesanierung von aufwändigen Langzeit-Messungen, die sehr viel Zeit in Anspruch nähmen. Dem Eindruck der „Verwahrlosung“ tritt der MVG-Sprecher entschieden entgegen: „Das Gegenteil ist letztlich der Fall. Wir sanieren, um das Bauwerk „in Schuss“ zu halten.“ 

Spätestens Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die Wandverkleidungen wieder angebracht werden. Dann dürfte man sich wieder etwas wohler fühlen, wenn man am Ostbahnhof auf die U-Bahn wartet.

Video aus Berliner U-Bahn: E-Ticket aber Akku leer - was nun?

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Haidhausen - mein Viertel“

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