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Untere Au: Ein ehemaliger Bunker als Jugendzentrum

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Der Hochbunker in der Au steht seit einem Jahr leer. Jetzt soll er für Kinder und Jugendliche hergerichtet werden. foto: fkn
Der Hochbunker in der Au steht seit einem Jahr leer. Jetzt soll er für Kinder und Jugendliche hergerichtet werden. foto: fkn

München - Es ist vier Stockwerke hoch, bietet großzügig geschnittene Räume und wäre aus Sicht der Lokalpolitiker wegen der dicken Wände zum Krachmachen bestens geeignet als Treffpunkt für Jugendliche: Die Rede ist von dem so genannten „Quellenbunker“ am Auer Mühlbach.

Der ehemalige Hochbunker in bester Lage steht seit mehr als einem Jahr leer. Das rote, beeindruckende Gebäude gehört der Stadt. Vermietet waren die Räume früher an einen privaten Betreiber. Dort probten zum Beispiel Musik- und Tanzgruppen. Im Juni 2014 wurden die Räume an die Stadt zurückgeben; die städtische Immobilie mit einer Fläche von rund 350 Quadratmetern nutzt aktuell niemand. Das soll sich schleunigst ändern, fordert der zuständige Bezirksausschuss.

Die Stadt habe dem Gremium verlässlich zugesichert, dass „eine Neuvermietung zur Weiternutzung des Bunkers ansteht“, betonte die SPD-Fraktion in einem Antrag. Jetzt wollen die Lokalpolitiker wissen, wie es weitergeht. Noch ist nichts entschieden. Bei einem Ortstermin warfen die Lokalpolitiker am Dienstag zunächst mit Vertretern der Stadt und des Jugendamtes einen gemeinsamen Blick in das Gebäude. Fazit: Der Keller in dem Bunker sei zwar feucht und der Boden im Erdgeschoss nicht mehr in Schuss. Es gibt also Renovierungsbedarf. Aber dies sei gewiss machbar. Die Lokalpolitiker hatten auch schon einen ganz konkreten Vorschlag: „Der seit 2014 leerstehende Quellenbunker an der Quellenstraße soll vom Stadtjugendamt zur Freizeitnutzung für Jugendliche in der Au vom Kommunalreferat angemietet werden und für die Erweiterung des Freizeitheims am Auer Mühlbach Verwendung finden.“ Gemeint ist der benachbarte Jugendtreff am Kegelhof 8, der aus Sicht von BA-Mitgliedern mehr Platz braucht. Aber auch der Wunsch, dass der bestehende Jugendtreff saniert werde, wurde dort laut. Fest steht aus BA-Sicht: Der Bedarf an Jugendbetreuungsmöglichkeiten im Viertel ist groß.

In der Au würden in absehbarer Zeit noch mehr Familien zuziehen, und damit auch mehr Jugendliche, betont etwa der Vorsitzende des Unterausschusses Planung im BA, Heinz-Peter Meyer (SPD). Ein Grund seien die rund 1400 geplanten Wohnungen, die auf dem ehemaligen Paulaner-Gelände schon bald entstehen (wir berichteten). Für ein neues Jugendzentrum direkt auf dem Gelände hatte die Stadt allerdings keinen dringenden Bedarf gesehen. Was den ehemaligen Bunker in der Au betrifft, ist die Stadt grundsätzlich nicht abgeneigt. „Wir prüfen eine Nutzung des Quellenbunkers als Räumlichkeit für Kinder- und Jugendliche“, teilte das Sozialreferat nach dem Treffen mit.

Anne Hund

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