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Kein Bedarf: Ein Steg zwischen Gasteig und Muffathalle ist nach Meinung der meisten Stadträte wenig sinnvoll.

Heftige Kritik an Plan der Grünen

„Offenkundiger Blödsinn“: Gasteig-Steg wohl vom Tisch

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Gegen den Plan der Grünen, eine Brücke zwischen Gasteig und Muffathalle zu bauen, regt sich Widerstand. Davon lässt sich die Partei aber nicht beirren.

München - Ein Steg vom Gasteig zur Muffathalle und dem Müller’schen Volksbad? Das Wunschprojekt der Grünen wurde am Dienstag von der Stadtratsmehrheit beerdigt. Als „offenkundigen Blödsinn“ brandmarkte SPD-Fraktionschef Alexander Reissl den Vorschlag der Öko-Partei. Aufgrund des starken Gefälles sei die Umsetzung problematisch, so Reissl. Er warf die Frage auf: „Wo soll diese Brücke auf der Seite des Muffatwerks enden?“

Überdies erschließe sich ihm wegen der mutmaßlichen Steilheit des Bauwerks nicht der Nutzen für Fußgänger und Radfahrer. Ein Steg sei unkomfortabler als die an der Inneren Wiener Straße bestehende Querung mit Ampel, so Reissl. Der SPD-Fraktionsvorsitzende: „Die Grünen sollten erst mal überlegen, bevor sie so ein unrealistisches Projekt hochjubeln.“

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Brücke sollte Bogen über Innere Wiener Straße spannen

Nach den Vorstellungen der Grünen hätte die Brücke an der Kreuzung Rosenheimer Straße/Am Gasteig einen Bogen über die Innere Wiener Straße spannen sollen. Der Endpunkt wäre an der Stelle gewesen, wo jetzt der Parkplatz zwischen Muffatwerk und Müller’schem Volksbad liegt. Statt des Parkplatzes hätte nach dem Plan der Grünen „eine kleine Agora mit amphitheaterförmigen Stufen“ entstehen sollen - für kulturelle Veranstaltungen. Der Bau der Brücke, so die Grünen, wäre parallel zur Gasteig-Sanierung sinnvoll gewesen.

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Wie Reissl übte indes auch Tobias Ruff von der ÖDP scharfe Kritik an dem Grünen-Antrag. Der Höhenunterschied für diese Rampe sei gewaltig, so Ruff. Reissl und der ÖDP-Stadtrat schätzten, dass aufgrund der Tram-Oberleitung an dieser Stelle der Scheitelpunkt mindestens 6,50 Meter über der Straße verlaufen würde. Sowohl Bedarf als auch Machbarkeit des Stegs seien stark anzuzweifeln, meinte Ruff. Es sei nicht sinnvoll, womöglich Millionen Euro für solch ein Projekt auszugeben. Ruff: „Auf diesem Niveau müssen wir unsere Verwaltung nicht beschäftigen.“ Das Argument der Grünen, die Brücke biete auch eine bessere Anbindung für das Deutsche Museum, konnte Reissl „erst recht nicht“ nachvollziehen.

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Grüne halten an Plänen fest

Grünen-Stadträtin Lydia Dietrich entgegnete dem SPD-Fraktionsvorsitzenden ironisch, sie sei beeindruckt von Reissls „architektonischem Detailwissen“. Es stelle sich dann aber die Frage, weshalb die Verwaltung „diesen Blödsinn“ in ihre Prioritätenliste für Brückenbauwerke aufnehmen wolle. Dietrich: „Wir halten den Steg nach wie vor für ein gutes Vorhaben.“

Auch die Gasteig-GmbH erachtete in einer Stellungnahme eine Verbindung zu weiteren kulturellen Orten der näheren Umgebung als wünschenswert. Das Planungsreferat zeigte sich ebenfalls aufgeschlossen. Die Verwaltung hatte daher den Beschlussvorschlag unterbreitet, den Steg in die städtische Prioritätenliste von Brückenbauwerken aufzunehmen und ihn hinsichtlich Umsetzbarkeit zu prüfen. Doch diese Arbeit kann sich das Planungsreferat sparen. Alle Parteien außer den Grünen lehnten die Idee prinzipiell ab.

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Klaus Vick

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