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Die Rosenheimer Straße zwischen Rosenheimer Platz und Orleansstraße soll zur Tempo 30-Zone werden. 

Eigentlich sollte ein Radweg gebaut werden

Tempo 30 auf der Rosenheimer Straße? Entscheidung steht bevor

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Am Dienstag wird der Stadtrat wohl für die neue Regelung stimmen – spätestens ab Anfang August wird sie gelten. Und: Es sollen nicht die letzten Veränderungen sein. 

München - Eine Tempo-30-Zone auf der Rosenheimer Straße wird aller Voraussicht nach am Dienstag im Kreisverwaltungsausschuss des Stadtrats beschlossen. Wie es heißt, sollen die Tempo-30-Schilder dann „unverzüglich“ angebracht werden. Einen genauen Termin konnten Kreisverwaltungsreferat (KVR) und Baureferat am Montag nicht benennen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Tempo 30 im viel befahrenen Abschnitt im Abschnitt zwischen Rosenheimer Platz und Orleansstraße spätestens ab Anfang August gelten wird. Ursprünglich war Juni als Termin anvisiert worden.

Das Thema Verkehrssicherheit auf der Rosenheimer Straße beschäftigt den Stadtrat seit Jahren. Eigentlich sollte im besagten Abschnitt ein Radweg gebaut werden. Ein Plan, den die Rathaus-Regierung aus SPD und CSU dann doch verwarf. Die Große Koalition wollte keine zwei Fahrspuren dafür opfern. Stattdessen verständigte man sich auf die Einführung einer Tempo-30-Zone.

Weitere Veränderungen im Bereich Franziskaner- und Orleansstraße

Parallel zur Beschilderung werden einige bauliche Veränderungen an den Kreuzungsbereichen Franziskaner- und Orleansstraße vorgenommen, um die Gefahren für Radfahrer zu verringern. Diese Maßnahmen würden im vierten Quartal 2017 umgesetzt, heißt es. Der Verkehrsversuch dauert ein Jahr. Dann wird Bilanz gezogen, ob die Geschwindigkeitsbeschränkung dauerhaft eingeführt wird. Bei der Evaluation spielt zum Beispiel auch eine Rolle, wie die 30er-Zone von Radfahrern, Fußgängern, Autofahrern, Anwohnern, Gewerbetreibenden, Gastronomen oder dem Lieferverkehr wahrgenommen wird. 

Schärfere Geschwindigkeitskontrollen soll es nicht geben

Schärfere Geschwindigkeitskontrollen wird es laut KVR nicht geben. Die Grünen hatten sich in einem Antrag für zwei fest installierte Messstellen eingesetzt. Aus Sicht des Polizeipräsidiums München sind die bisher getätigten Maßnahmen zur Geschwindigkeitsüberwachung in der Rosenheimer Straße aber ausreichend, heißt es in der Beschlussvorlage des KVR. Die Polizei überwache die Straße regelmäßig zwischen Ludwigsbrücke und Chiemgaustraße.

Das städtische Umweltreferat wird parallel zum Verkehrsversuch begleitende Messungen zur Luftschafstoffbelastung durchführen. Dabei würden die Konzentrationen von Feinstaub und Stickstoffdioxid erfasst. Nach Auskunft der Verwaltung haben aktuellen Untersuchungen in Baden-Württemberg ergeben, dass eine Reduzierung auf Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen nicht zwangsläufig zu einer Verminderung der Fahrzeugemissionen und damit zu einer Verbesserung der Luftqualität führt. Ein wichtigeres Kriterium für eine bessere Luft sei vielmehr die Verstetigung des Verkehrsflusses.

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