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Der Unfallort in der Oberen Au. 

Beide hatten Grün

Von Lkw überrollt: Todes-Drama um Ex-„Marienhof“-Schauspielerin

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Die Münchner Künstler- und Theater-Welt trauert um eine sehr besondere Frau: Die Schauspielerin, Tänzerin und Theater-Tanzpädagogin Silvia Andersen († 51) ist am Mittwoch bei einem Verkehrsunfall in der Au ums Leben gekommen.

München - Ein rechts abbiegender Laster an der Ecke Reger-/Welfenstraße erfasste und überfuhr sie, als sie um 14.30 Uhr bei Grünlicht auf dem Fahrradweg die Kreuzung nahe der Paulaner-Großbaustelle überqueren wollte. Der schwer geschockte Fahrer (20) gab später an, dass er die Radfahrerin im toten Winkel gar nicht wahrgenommen hatte. Ärzte konnten nicht mehr helfen. Die Schauspielerin starb noch an der Unfallstelle.

Silvia Andersen starb bei dem Unfall. 

Ihre schönen, roten Haare waren das Markenzeichen der Münchner Künstlerin, die bereits seit Kindestagen klassisches Ballett, Modern Dance und Jazz tanzte, Sopran sang und Gitarre spielte. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an der Neuen Münchner Schauspielschule. Verschiedene Engagements an Staatstheatern und Bühnen in ganz Deutschland – später auch am Staatstheater am Gärtnerplatz (Astutli) und im Modernen Theater München (Die Lügen der Papageien) folgten. 1998 spielte sie in der ARD-Vorabendserie Marienhof die Rolle der Frau Klein. Jahrelang leitete sie die ehemalige Schauspielschule „Schauspiel München“. Dann nahm sie eine Aus-Zeit für die Familie. Zuletzt wollte Silvia Andersen ihre Karriere fortsetzen, hatte so viele schöne Pläne. Ihr plötzlicher Tod hat Familie, Freunde und Kollegen am Mittwoch in große Trauer gestürzt.

Im Internet löste der tragische Unfall heftige Diskussionen aus. Leser unserer Zeitung forderten von Politik und Verbänden des Lkw-Gewerbes eine Bauartbeschränkung und städtische Befahrungsverbote für immer größer und länger werdende Laster, deren Fahrer oft unter Zeitdruck stehen. Ebenso sei eine Ausrüstungs-Pflicht für bereits existierende Radarsensoren, LED-Spezialspiegel und Notbremssysteme an Lkw überfällig.

Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) rief am Donnerstag zu einer Mahnwache am Unglücksort auf. 

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