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Wer kann sich an den Träger dieses Gürtels erinnern? Die Bundespolizei bittet um Hinweise.

Opfer erinnert sich kaum

Was passierte in der Nacht auf Montag am Ostbahnhof? Bundespolizei startet Aufruf mit diesem Foto

Mitten in der Nacht suchten zwei Männer die Wache der Bundespolizei am Ostbahnhof auf. Einer hatte blutende Wunden am Rücken. Doch keiner der Beteiligten kann oder will sich an Details erinnern.

München - Am Montag gegen 02.45 Uhr erschienen ein 29-jähriger Deutscher und sein 44-jähriger italienischer Begleiter laut Pressebericht auf dem Revier der Bundespolizei am Münchner Ostbahnhof. Sie erzählten den Polizisten, in einer S-Bahn sei es zu einem Streit gekommen. Nach dem Ausstieg aller Beteiligten am Ostbahnhof sei es in der Schalterhalle erneut zu verbalen Auseinandersetzungen gekommen. 

Einer oder zwei Männer hätten dann mit einem Patronen-/Nietengürtel auf den 29-Jährigen aus Berg am Laim eingeschlagen. Der Geschädigte hatte frische, blutende Hämatome am Rücken und konnte zudem auch am Arm frische, leicht blutende Hautabschürfungen vorzeigen. 

Die Bundespolizei führte daraufhin eine Fahndung durch und traf im Bereich Haidenauplatz / Berg am Laimer Straße auf drei aggressive und alkoholisierte Somalier im Alter von 19 bzw. 21 Jahren, auf die die Täterbeschreibung passte. Zudem werteten die Beamten Videomaterial aus, das den Tathergang bestätigte. Die Bilder legen laut Polizei nahe, dass es sich bei dem 19-jährigen aus Somalia um den Hauptverdächtigen handelt. Der Mann, der bereits im August 2013 in die Bundesrepublik eingereist war, wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. 

Opfer erinnert sich kaum an die Tat

Alle fünf Beteiligten hatten Atemalkoholwerte von 1,12 bis 1,83 Promille. Der Deutsche mit den Verletzungen hatte den höchsten Atemalkoholwert. Er gab außerdem an, sich deswegen kaum an Einzelheiten erinnern zu können. Er verspürte außerdem bei der Vernehmung trotz der sichtbaren Verletzungen keine Schmerzen. 

Wie die Bundespolizei weiter berichtet, hatte er einen Patronen-/Nietengürtel dabei, der nach seiner Aussage von den Verdächtigen für die Tat benutzt worden sein soll. 

Bei dem Gürtel handelt es sich um einen dünnen, ca. 1 cm breiten Leder-/Kunstledergürtel. Dieser hat eine Aufnahmevorrichtung für Patronenattrappen. In den Schlaufen befinden sich elf ca. 3,8 cm lange, silbermetallene Patronenattrappen mit ca. 0,8 cm Durchmesser. 

Hauptverdächtiger wird in Zelle gefesselt

Bei den drei Männern aus Somalia handelt es sich um Asylbewerber, von denen nur einer einen festen Wohnsitz vorweisen kann. Der 19 Jahre alte Hauptverdächtige soll sich laut Bundespolizei bei der Verhaftung gewehrt haben und sich in der Zelle durch Schläge mit dem Kopf gegen die Wand und den Boden selbst Verletzungen zugefügt haben. Zu seinem Schutz seien ihm dann Hand- und Fußfesseln angelegt worden. Zu erkennbaren Verletzungen kam es nach Aussage der Bundespolizei jedoch nicht. 

Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die den Patronen-/Nietengürtel kennt oder erkennen und einer Person zuordnen können. Sachdienliche Hinweise erbittet die Bundespolizeiinspektion München unter der Rufnummer 089/515550- 111.

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