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Das Wirtshaus von außen.

Große Pläne

Über 100 Jahre altes Traditionswirtshaus plötzlich geschlossen: Das steckt dahinter

Das Traditions-Wirtshaus „Zum Alten Kreuz“ in der Au in der Nähe des Mariahilfplatzes hat plötzlich geschlossen. Bei Facebook wird der Grund angedeutet - wir erklären die Details.

„Liebe Gäste, wir haben vom 24.12.2017 bis 06.01.2018 geschlossen“, steht seit einigen Tagen lapidar auf der Homepage des Wirtshaus Zum Alten Kreuz in der Au. Doch ein wichtiges Detail wurde zunächst verschwiegen. Und erst am Donnerstag öffentlich gemacht. „Alles neu ab 07. Januar 2018“ ist mit vielen Ausrufezeichen bei Facebook zu lesen.

Das neue Wirte-Duo aus Alexandra Illingworth und Constantin Paschotta in Mänteln ihrer Gäste.

„Alles neu“ schließt auch einen Wirtewechsel mit ein. Die „neuen“ sind im Münchner Nachtleben keine Unbekannten: Alexandra Illingworth (50) betreibt gemeinsam mit einem Partner die Bar Kooks im südlichen Glockenbach, ist zudem seit 15 Jahren Wiesn-Bedienung. Und machte auch schon mal Schlagzeilen, als sie per Facebook-Aufruf ein verlorenes Busenbild suchte (übrigens erfolgreich). Der andere Wirt ist Constantin „Costal“ Paschotta (41), Barmann der Madam-Bar in der Ledererstraße.

Beide erfüllen sich damit einen lang gehegten Traum vom traditionellen Speiselokal. „Es soll urbayerisch werden, back to the roots, keine Burger und so. Wir machen es wieder zum traditionellen Wirtshaus“, verspricht Illingworth. „Es wird alles selbst gemacht, vom Kartoffelsalat bis zu Spätzle, also nichts aus Eimern. Es gibt täglich frischen Schweinsbraten ab 18 Uhr und Augustiner-Bier.“

Das Alte Kreuz steht bereits seit 100 Jahren in der Au - früher war es eine Kreuzungsstation für Pferdekutschen, ist auf der Homepage zu lesen. Jetzt sollen sich dort die Wege der Stadtteilbewohner, anderer Münchner oder auch Touristen kreuzen.

Die Anfrage, ob sie das Lokal übernehmen wollen, sei von Augustiner selbst gekommen. „Sie wussten, dass ich gerne mal ein Wirtshaus hätte“, sagt die 50-Jährige, „Zudem habe ich hier früher gearbeitet. Es ist wahnsinnig familär hier, Costal ist in der Au groß geworden.“

Offizieller Start ist am Sonntag, 7. Januar ab 11 Uhr. „Sonntags haben wir ganztags geöffnet, ansonsten von 17 bis 24 Uhr“, so die Wirtin. Am Abend des 4. Januar gibt es bereits eine inoffizielle Eröffnung. Die ist eigentlich für geladene Gäste, es wird aber keiner ausgesperrt. Illingworth: „Wenn jemand neugierig ist und er vorbeischauen möchte, ist er auch herzlich willkommen.“

tz/mm

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