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Klaus Feierlein und Hubert Grillenberger (re.) auf dem Gelände der Armbrustschützengilde Winzerer Fähndl. Im Winter schießt es sich hier schlecht. Nun wird das moderne Schießsportzentrum immer konkreter.

Aubinger Lohe

Allianz für neues Schießsportzentrum

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München - Auf dem Areal der Armbrustschützengilde Winzerer Fähndl in der Aubinger Lohe könnte ein neues, modernes Schießsportzentrum entstehen. Es würde auch den derzeit heimatlosen Sportschützen im Münchner Westen eine neue Bleibe bieten. Alles hängt aber noch an der Geld-Frage.

Der Bauantrag ist genehmigt, nun geht es darum, den Neubau zu finanzieren. „Seit sieben Jahren bemühen wir uns um die Baugenehmigung“, sagt Klaus Feierlein, 1. Gildenmeister der Armbrustschützengilde Winzerer Fähndl (ASG). Jetzt könnte der lang gehegte Wunsch, das ganze Jahr über ein witterungsunabhängiges Training zu ermöglichen, Wirklichkeit werden. Die Stadt hat dem Neubau einer Schießanlage auf dem Gelände am Rand der Aubinger Lohe in Lochhausen zugestimmt, auf dem die 1887 in München gegründete Gilde seit 1905 zu Hause ist.

Geplant ist eine moderne, überdachte und beheizbare Anlage. Doch nicht nur dem eigenen Verein mit seinen 252 Mitgliedern soll die Investition zugute kommen: „Wir wollen auch den etwa 150 Sportschützen in Lochhausen und Langwied wieder eine Heimat bieten“, verspricht Feierlein.

Für die Armbrustschützen, deren Disziplin zum Bogensport zählt, sollen wie bisher auch in der modernen Anlage 15 Stände auf zehn und dreißig Meter Entfernung zur Verfügung stehen. Zusätzlich bekämen die Sportschützen, die mit Luftgewehr und -pistole auf zehn Meter schießen, zehn nach Bedarf aufstellbare Anlagen. Diese Neuerung erfordere zwar deutlich höhere Auflagen – vom Brandschutz bis zur Anschaffung eines Hydranten –, doch letztendlich bringe es den Verein und den Schützensport insgesamt weiter, glaubt Feierlein. Auf etwa eine Million Euro schätzt der Gildenmeister die Kosten des Projekts, das auch die Sportschützen in Langwied und Lochhausen herbeisehnen. Nur gemeinsam könne man den Schießsport am Leben erhalten, sagt auch Hubert Grillenberger, Vorstand der Schützengesellschaft (SG) Deutsche Eiche. Mit einer modernen Anlage falle es leichter, Nachwuchs zu finden. Wobei sich sein Verein nicht beklagen könne. Vor ein paar Jahren habe es einen regelrechten Boom gegeben. Doch Anfang 2015 mussten die Schützen überraschend aus der angestammten Gaststätte in Lochhausen ausziehen. Seitdem trainieren sie als Gäste in Gröbenzell. „Das ist keine Dauerlösung“, sagt Grillenberger.

In Lochhausen kenne man sich, sei über die Vereine hinweg verbandelt, sagt Grillenberger. „Meine Frau ist seit Jahren Jugendleiterin bei der ASG.“ Er ist sich sicher, dass auf dem Gelände in der Aubinger Lohe ein modernes Schießsportzentrum entstehen kann. Ebenso wie die SG Deutsche Eiche könnten sich dort dann die derzeit auch heimatlosen Schützengesellschaften Lochhausen und Langwied einmieten.

Heribert Lechner, Vorstand der SG Lochhausen, ist mit seinem Verein seit einiger Zeit in einer Gaststätte in Aubing untergekommen, will aber in den heimischen Stadtteil zurück. Eine dauerhafte Unterkunft bei den Armbrustschützen wäre ideal, sagt Lechner, weil man inzwischen auch Bogensport anbiete.

Laufe alles nach Plan, könne die moderne Anlage Ende 2017 in Betrieb genommen werden, sagt Feierlein. Nun sei man dabei, die Finanzierung zu klären. Fördermittel für das Projekt, für das sich auch die örtlichen Politiker intensiv eingesetzt hätten, gebe es von der Stadt und vom Bayerischen Sportschützenbund. Auch die Paulaner-Brauerei sowie der Festwirt des Armbrustschützenzeltes, Peter Inselkammer, hätten dem Traditionsverein ihre Unterstützung zugesagt. „Doch wir brauchen noch weitere Sponsoren“, sagt der Gildenmeister und fügt hinzu, dass die geplante Anlage auch für Leistungssportler attraktiv wäre.

Monika Wehrl-Herr

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