Polizei ermittelt

Mann dreht in der S-Bahn durch - Krankenhaus-Aufenthalt nimmt plötzliches Ende

Was einen 55-Jährigen dazu bewegt hat, in einer Münchner S-Bahn so durchzudrehen, ist unklar. Einer Untersuchung im Krankenhaus widersetzte sich der Mann.

München - Am Dienstag fiel ein 55-Jähriger in einer S-Bahn unangenehm auf und wurde dieser verwiesen. Am Bahnsteig der Leienfelsstraße versuchte er zunächst noch zuzuschlagen, bevor er bewusstlos zusammenbrach. Die Notaufnahme eines Münchner Krankenhauses verließ er später eigenmächtig.

Einem Mitarbeiter des S-Bahnprüfdienstes, welcher am Dienstagabend gegen 20:15 Uhr privat in einer S4 unterwegs war, fiel der der neben ihm sitzende Mann auf. Dieser machte auf den 38-Jährigen einen verwirrten Eindruck und führte Selbstgespräche über Waffen. Der Zeuge informierte diesbezüglich eine sich in der Bahn befindende Streife der Deutsche Bahn Sicherheit. 

Daraufhin sprang der Reisende, ein 55-jähriger Italiener, auf und lief schreiend durch die S-Bahn. Der 38-Jährige forderte den Italiener auf die S-Bahn am nächsten Haltepunkt (Leienfelsstraße) zu verlassen, was dieser zusammen mit den drei Männern auch tat. 

Mann verlässt Notaufnahme eigenmächtig

Am Bahnsteig versuchte er dem 38-Jährigen dann jedoch ohne erkennbaren Anlass mit der Faust ins Gesicht zu schlagen, wie die Bundespolizei berichtet. Dies konnte von den Bahnmitarbeitern jedoch abgewehrt werden. Nachdem der 55-Jährige aus München aufgrund weiterer zu befürchtender Aggressionen gefesselt wurde, sagte er, dass ihm schlecht sei. Kurz darauf kollabierte der Mann und verlor das Bewusstsein. 

Inzwischen war auch eine Streife der Bundespolizei vor Ort. Ein alarmierter Rettungswagen brachte den Italiener in die Notaufnahme eines Münchner Klinikums. Wie heute von dort zu erfahren war, war der Mann bei seiner Aufnahme bereits wieder stabil. 

Als er um 23.00 Uhr zur Behandlung aufgerufen wurde, war er nicht mehr auffindbar. Der 55-Jährige hatte die Notaufnahme eigenmächtig und ohne behandelt worden zu sein, wieder verlassen. Die Bundespolizei ermittelt gegen den Münchner wegen versuchter Körperverletzung.

mm/tz

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Rubriklistenbild: © Michael Westermann (Symbolbild)

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