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Schutzwürdig? Die Aubinger kämpfen um die Denkmaleigenschaft ihres Ortskerns.

Denkmalamt prüft Dorfensembles

Denkmalschutz: Hoffnung für den Aubinger Ortskern

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München - Viele Münchner Dorfensembles fürchten um ihren Denkmalschutz. Das Landesamt prüft noch in diesem Jahr die Denkmaleigenschaft von 14 Ortskernen. Hoffnung gibt es für den Aubinger Dorfkern.

Die Aubinger dürften erleichtert sein. Seit Jahren fürchten sie, dass der Denkmalschutz ihres Dorfkerns über 2017 hinaus nicht verlängert wird. Die Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm könnte dies sichern. Das will die Stadt nun prüfen lassen.

Der im Westen liegende Stadtteil zählt zu den 14 Dorfensembles in München, die das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege als gefährdet eingestuft hatte. Noch in diesem Jahr sollen die meisten dieser Dorfkerne auf ihre Denkmaleigenschaft überprüft werden. Betroffen sind Allach, Daglfing, Englschalking, Feldmochinger Straße, Großhadern, Johanneskirchen, Langwied, Moosach, Oberföhring, der ehemalige Dorfkern Solln und Solln-Bertelestraße sowie Untersendling. Ohne Nachprüfungen, jedoch mit Änderungen, sollen Forstenried, Lochhausen, Obermenzing (geändert in: Ensemble Obermenzing und Schloss Blutenburg) und Perlach als geschütztes Dorfensemble erhalten bleiben. Pipping bleibt unverändert auf der Liste. Gestrichen wurden dagegen laut Verwaltung Thalkirchen und Untermenzing.

Besonders kritisch sahen die Denkmalschützer den weiteren Schutz der Stadtkerne von Ramersdorf und Aubing. Sie sollen 2017 nochmals auf ihre Denkmaleigenschaft geprüft werden. Mit dem Plan, Aubing ins Städtebauförderprogramm zu holen, sei ein „großer Meilenstein zum Erhalt des Dorfensembles geschafft“, freute sich der Aubinger CSU-Stadtrat Johann Sauerer am Mittwoch. Auch zahlreiche Bürger und Vereine wie der „Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing“ bemühen sich seit Jahren intensiv um den Schutz ihres Dorfkerns.

Geprüft wird die Aufnahme als Sanierungsgebiet von der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung, die auch für das benachbarte Viertel Neuaubing-Westkreuz zuständig ist. Zuversichtlich zeigte sich der Bezirksausschuss-Chef Sebastian Kriesel (CSU): „Damit können wir den Dorfkern stärken.“ Mit den Fördermitteln könnten Wohnungsbesitzer ihre Vorgärten verschönern, aber auch öffentliche Plätze wie jener um den Giglbrunnen an der Altostraße aufgewertet werden.

Monika Wehrl-Herr

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