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Noch sind die Felder im Norden Freihams weitgehend unbebaut.

Weg frei fürs Baugebiet

6000 Wohnungen für Freiham-Nord beschlossen

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In Freiham darf ein neues Baugebiet entstehen. Es soll Platz und Wohnungen bieten für 12.000 Menschen. Auch Kitas und Schulen sind dort geplant.

München - Mittwoch hat der Planungsausschuss des Rathauses den Weg frei gemacht für ein neues Baugebebiet in Freiham, in dem einmal 12.000 Menschen wohnen sollen – das größte Wohnviertel, das die Stadt derzeit vorbereitet.

Auf dem 55 Hektar großen Areal zwischen dem ersten Realisierungsabschnitt Freiham Nord und dem zukünftigen Landschaftspark sind 5000 bis 6000 Unterkünfte geplant. Mindestens neun Kindertagesstätten sollen entstehen, außerdem zwei Grundschulen sowie eine Mittelschule. Außerdem soll eine Fläche für eine weitere Schule reserviert werden. Der Planungsausschuss beschloss gleich auch noch einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb. Anfang 2018 sollen die ersten Menschen in das neue Viertel einziehen.

Die Anzahl der Wohnungen, die in Freiham entstehen sollen, wird laufend aufgestockt. So waren im ersten Bauabschnitt ursprünglich 3000 Wohnungen geplant, jetzt sind es 3500. „Das Thema Verkehr in Freiham ist nach wie vor ungelöst“, mahnte der CSU-Stadtrat und Verkehrsexperte Johann Sauerer in der Debatte. Die Bodenseestraße sei bereits jetzt oftmals überlastet. „Wir machen planerisch ein gute Arbeit in Freiham. Es wäre aber schade, wenn in einigen Jahren, wenn die Menschen eingezogen sind, der Vorwurf kommen würde: ,Am Verkehr seid ihr gescheitert!’“

Was die Straße betrifft, beschloss der Ausschuss Mittwoch einen „vorübergehenden Anschluss“ an die A99 – „Freiham Nord“. Über diesen Anschluss soll der Baustellenverkehr abgewickelt werden. Außerdem soll dieser Anschluss die Bodenseestraße entlasten. Gut möglich, dass der Autobahnanschluss nicht vorübergehend bleibt.

6000 Wohnungen sollen hier entstehen: der Stadtrat hat den zweiten Realisierungsabschnitt von Freiham Nord beschlossen. 

Grünen-Stadtrat und Planungsexperte Herbert Danner erklärte am Mittwoch: „Wir können dem Autobahnanschluss nur zustimmen, wenn gleichzeitig die Straße nach Aubing gekappt wird.“ Denn dann wäre zu befürchten, dass viele Autofahrer von östlichen Stadtteilen durch Aubing auf die Autobahn fahren wollen.

Das Baugebiet soll zusätzlich zum jetzigen S-Bahnanschluss eine Tram oder eine U-Bahn bekommen. Welche Variante zum Zug kommt, prüft das Planungsreferat noch.

Die erweiterten Pläne für den zweiten Bauabschnitt des Großprojekts Freiham Nord waren auf Kritik im Stadtbezirk gestoßen. Lokalpolitiker kritisierten etwa, die geplante Nahverkehrsanbindung sein nicht ausreichend, und eine Verlängerung der U-Bahn unbedingt notwendig. 

Gut Freiham: Das alte Dorf im neuen Stadtteil

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