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Volle Praxen zu lange Wartezeiten

Lokalpolitiker fordern mehr Kinderärzte für Aubing

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München - Lange Wartezeiten und volle Praxen: Das sei leider der Alltag bei den vier Kinderärzten im 22. Stadtbezirk Münchens, kritisiert der örtliche Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied.

Die Stadtverwaltung, so fordert das Gremium nun, müsse die Kassenärztliche Vereinigung dringend auf die Unterversorgung im Stadtbezirk hinweisen.

17,3 Prozent der Bewohner des Viertels sind unter 18 Jahre alt. Damit sei der Stadtbezirk einer der kinderreichsten in München, begründen die BA-Mitglieder ihre Forderung. Und der Trend halte an: Wenn die zahlreichen Neubau-Projekte in Freiham, Aubing und Lochhausen erst einmal bezugsreif sind, rechnen die Bürgervertreter mit einem starken Zuzug junger Familien.

„Wir sind der Stadtbezirk mit der größten Bevölkerungs-Wachstumsrate in München und müssen deshalb in die Zukunft planen“, sagte der BA-Vorsitzende Sebastian Kriesel (CSU) während der jüngsten Sitzung. Jetzt schon seien die vier Ärzte für die derzeit knapp 6100 Kinder unter 14 Jahren deutlich zu wenig. „Es nützt uns nichts, wenn die Kinderärzte in den innerstädtischen Gebieten angesiedelt sind. Wir brauchen sie in kurzer Erreichbarkeit vor Ort“, so der BA-Chef.

Zu den Innenstadtbezirken, in denen sich die Versorgung besser darstellt, zählt zum Beispiel Schwabing-Freimann. Dort wohnen etwa 8000 Kinder bis 14 Jahre, um die sich acht Kinderärzte kümmern. Besonders hart wiederum trifft es beispielsweise die Familien in Feldmoching-Hasenbergl. Dort stehen den 8660 bis zu 14 Jahre alten Kindern nur noch zwei Fachärzte zur Verfügung (wir berichteten).

In Aubing will man es gar nicht so weit kommen lassen. Was freilich auch nur möglich ist, wenn die Initiative des Bezirksausschusses greift, eine baldige Verbesserung der Situation durch die Zulassung weiterer Kinderärzte im Stadtteil zu erreichen.  

mwh

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