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Mit Weitblick auf Freiham: der wandernde Aussichtsturm.

Serie: Das bringt 2016 für die Stadtbezirke

Von Neuaubing bis Lochhausen – überall wird gebaut

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München - Kräne und Bagger dominieren heuer das Bild des 22. Stadtbezirks – von Neuaubing bis Lochhausen wird gebaut. Das bedeutet mehr Verkehr auf den Hauptstraßen und möglicherweise ein Chaos im Stadtteil, wenn keine vernünftige Regelung erfolgt, fürchtet der Bezirksausschuss. Das Thema Verkehr bleibt ein Dauerbrenner.

Beim Großprojekt Freiham-Nord werden heuer Kanäle, Straßen und Wege weiter gebaut. Erste Wohnungen in dem neuen Stadtteil, in dem einmal 20.000 Menschen leben sollen, könnten 2017 fertig sein. Dann sollen auch die neuen, fünfzügigen Grundschulen an der Wiesentfelserstraße und hinter dem Friedhof Aubing in Betrieb gehen, deren Bau heuer fortgesetzt wird.

Der sogenannte Freiluftsupermarkt – ein Acker, auf dem die Münchner Kartoffeln selber ernten können – soll um Kräuter und Honig erweitert werden. Beobachten lassen sich die Aktionen in Freiham vom neuen Aussichtsturm aus, der noch an andere Standorte wandern soll. Steuerverschwendung, schimpfen manche Bürger über den fünf Meter hohen Turm, genutzt wird er dennoch rege.

Neue Mitte für Aubing

Südlich der Bahnlinie München-Herrsching beginnt der Bau der rund 500 Wohnungen an der „Gleisharfe“, ein Projekt, das die Firma Aurelis auf einer etwa 8,5 Hektar großen Fläche des ehemaligen Bahnausbesserungswerkes entwickelt. Um Platz für das neue Quartier Aubing Mitte zu machen, bei dem etwa 410 Wohnungen unter der Regie der Corpus Sireo Projektentwicklung auf dem ehemaligen Telekom-Gelände an der Colmdorfstraße entstehen, soll heuer das Hochregallager abgerissen werden.

Der Wochenmarkt an der Mainaustraße wurde mangels Nachfrage aufgelöst. Nun laufen die Vorbereitungen für den neuen Standort beim neuen Wohnquartier an der Aubing-Ost-Straße.

Voraussichtlich im Sommer entscheidet das Kulturreferat, wer die Trägerschaft für das Aubinger Kulturzentrum Ubo 9 erhält, das seit Anfang des Jahres saniert wird. Gute Aussichten werden dem örtlichen Kulturnetz 22 eingeräumt, das den Betrieb zuletzt übergangsweise organisiert hat.

Das Westkreuz wird 50 - und feiert

Grund zum Feiern haben die Bewohner der Siedlung Am Westkreuz. Dort wurden vor 50 Jahren die ersten Wohnungen bezogen. Seit 1971 ragt der „Ramses“ in die Höhe, mit rund 64 Metern das größte Gebäude im Stadtteil. Neubaupläne gibt es für das vor dem Hochhaus errichtete Paul-Ottmann-Ladenzentrum. Vier Preisträger stehen zur Auswahl, der Zuschlag könnte dieses Jahr erfolgen. Gefeiert wird „50 Jahre Westkreuz“ das ganze Jahr über. Informationen dazu gibt die Interessenvereinigung Westkreuz (Telefon 089/834 13 15).

Zum Tag der offenen Tür lädt die Paulaner Brauerei in Langwied im Frühjahr die Anwohner ein. Am neuen Standort, der noch ein Logistikzentrum mit Hochregallager bekommen soll, geht heuer der Vollbetrieb los. Ob die probeweise von Pasing nach Langwied eingerichtete Buslinie 159 bleibt, soll im Herbst je nach Nutzung entschieden werden.

Flüchtlinge im Viertel

Die Flüchtlingskrise macht sich auch im 22. Stadtbezirk bemerkbar. An der Mainaustraße steht seit Ende 2015 eine Leichtbauhalle für rund 200 Menschen. An der Centa-Hafenbrädl-Straße in Freiham wurden kurzfristig Container aufgestellt, die bis zu 480 Flüchtlingen Platz bieten können. Mittelfristig ist eine Gemeinschaftsunterkunft geplant. 300 Plätze kommen in der Unterkunft an der Langwieder Hauptstraße in Lochhausen dazu. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kommen derzeit im Hotel Pollinger in der Aubinger Straße und in einer Unterkunft an der Ziegeleistraße unter. Ausbauen will man die Plätze für Wohnungslose in der Kronwinkler Straße auf insgesamt 180 sowie in der Kastelburgstraße auf 230.

Monika Wehrl-Herr

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