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Motocross-Fahrer im Biotop: En Mann ist mit seiner Maschine im geschützten Gebiet neben dem Autobahnkreuz ín Langwied unterwegs.

Fläche neben dem Autobahnkreuz in Langwied

Trotz Verbots: Motocross-Fahrer rasten durchs Biotop

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Motorsportler befahren die geschützte Fläche neben dem Autobahnkreuz in Langwied. Aus Reifen und Paletten stellen sie sogar Hindernisse auf. Der Bezirksausschuss ist alles andere als begeistert.

München - Sie basteln sich Sprungschanzen aus Autoreifen und hinterlassen deutliche Fahrspuren im Gelände: Was Motocross-Fahrer verbotenerweise auf der Ausgleichsfläche im Autobahnkreuz A8/A99 nördlich des Betriebsgeländes der Paulaner-Brauerei betreiben, ist dem Bezirksausschuss (BA 22) Aubing-Lochhausen-Langwied seit Langem ein Dorn im Auge. Trotz zahlreicher Beschwerden sei es der Autobahndirektion Südbayern, die für das Gelände verantwortlich sei, bislang nicht gelungen, den Motocross-Sport dort zu verhindern, kritisierte der BA.

Die aufgestellten Verbotsschilder würden weiterhin missachtet. In einem Antrag der CSU-Fraktion forderte man nun die Stadtverwaltung auf, die Autobahndirektion bei Schutzmaßnahmen zu unterstützen. Laut Planungsreferat ist die Ausgleichsfläche im amtlichen Arten- und Biotopschutzprogramm des Landesamtes für Umwelt als überregional bedeutsamer Lebensraum ausgewiesen, auf dem noch Magerrasenreste vorhanden sind und seltene Schmetterlings- und Wildbienenarten leben. Die Autobahndirektion müsse dafür sorgen, dass sich die Natur dort entfalten könne, forderte der BA.

Hier sieht man die aus Reifen und Paletten gebauten Rampen und Hindernisse. 

„Leider wird es nicht besser. Im Gegenteil, es finden immer mehr Veränderungen auf den Flächen statt“, sagte Jürgen Umseher (CSU). Die Motocross-Einrichtungen aus Altreifen und Holzpaletten sollten umgehend wieder abgebaut werden, forderten die Politiker.

Außerdem sollte die Zufahrt über die Bacherbreite so umgestaltet werden, dass motorisierte Fahrzeuge dort nicht mehr fahren können, schlug man vor. Den Motocross-Fahrern sollten alternative Flächen für ihr Hobby aufgezeigt werden, hieß es abschließend. 

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