Auf Güterwaggon übernachtet

Berg am Laim: Flüchtlinge waren Grund für S-Bahn-Störung

München - Der Bahnhof Berg am Laim war am Freitagmorgen komplett gesperrt. Der Grund: Menschen am Gleis. Es kam zu Verspätungen. Dazu gab es dann noch eine Störung an einem Stellwerk.

Wie die Bundespolizei berichtet, entdeckten Beamte am frühen Freitagmorgen, 28. Oktober, gegen 4.50 Uhr zwölf Personen im Bereich der Bahnanlagen bei Berg am Laim.    

Ein Bahnmitarbeiter hatte die Polizei alarmiert, weil er am Rangierbahnhof Ost drei Personen entdeckt hatte, die zu Fuß in Richtung des Bahnhofs Berg am Laim liefen. Die Beamten suchten deshalb den Bereich ab, und fanden nicht nur drei Personen vor, sondern eine Frau und elf Männer, vermutlich stammen alle aus Eritrea. Die meisten schliefen auf einem sogenannten Rungenwagen. Eine Person musste wegen Unterkühlung und Kreislaufschwäche vom Rettungsdienst versorgt werden. Der Güterzug war in Verona gestartet und über Bozen und Innsbruck um 4.30 Uhr in München angekommen. Alle wurden der Landespolizei übergeben.  

Die Bundespolizei bemerkt in letzter Zeit wieder öfter Migranten, die mit Güterwaggons aus Italien über Österreich nach Deutschland kommen. Diese Fälle nähmen nun erstmals seit Einführung der Grenzkontrollen wieder zu, so die Bundespolizei. Offensichtlich würden alte Schleuserrouten zur Zeit wieder genutzt werden. 

Der S-Bahnverkehr war am Freitagmorgen beeinträchtigt. Fahrgäste mussten sich auf Verzögerungen und kurzfristige Zugausfällen einstellen.

Wegen einer technischen Störung an einem Stellwerk am Ostbahnhof kam es auf der Stammstrecke außerdem zu Verzögerungen von bis zu zehn Minuten.

mm/tz

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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