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Übergriff am Michaelibad

Mann begrapscht Frau (21) - und erzählt vor Gericht haarsträubende Lüge

Ein Mann (40) greift einer 21-Jährigen im Bus zwischen die Beine, wird festgenommen und muss sich vor Gericht verantworten. Bei der Verhandlung lügt er allerdings wie gedruckt.

München - Ein 40-jähriger Rumäne ist vom Amtsgericht München wegen sexueller Belästigung zu acht Monaten Haft verurteilt worden. Seine Erklärung des Vorfalls ist eine dreiste Lüge.

Am 26. Oktober 2016 hatten der Mann und zwei Begleiter eine 21-Jährige an der Haltestelle Michaelibad zunächst um eine Zigarette gebeten und anschließend im Bus bedrängt. Nachdem sich die Frau umgesetzt hatte, folgte ihr der Rumäne, setzte sich neben sie und griff ihr anschließend an die Innenseite des Oberschenkels. Mit Hilfe des Busfahrers nahm die Polizei den Rumänen fest.

Der 40-Jährige schilderte den Vorfall vor Gericht allerdings ganz anders. Er bestritt alle geschilderten Vorfälle und die beiden Männer habe er nur flüchtig von der Arbeit gekannt. Seine Schilderung des Griffes zwischen die Beine ist haarsträubend: Beim Anfahren des Busses habe er das Gleichgewicht verloren und sei umgekippt. Deshalb musste er sich am Bein der 21-Jährigen festhalten.

Das war allerdings eine dreiste Lüge, wie die Videoaufnahmen aus dem Bus bewiesen. Er nachdem er überführt war, entschuldigte sich der Rumäne und schwor, dass es „nie wieder vorkommen“ werde. Da der Mann bereits zuvor zweimal wegen ähnlicher Vorfälle eine Geldstrafe zahlen musste und eine „erhebliche Rückfallgeschwindigkeit aufweist“, verurteilte ihn das Gericht zu einer Haftstrafe von acht Monaten. 

Allerdings legten Anklage und Verteidigung Berufung ein, das Urteil ist also nicht rechtskräftig. Für die weitere Dauer des Verfahrens bleibt der Rumäne in Untersuchungshaft.

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