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Wie entwickelt sich die Straßenplanung in München? Berg am Laim will in die neue Arbeitsgemeinschaft.

Wie Trudering-Riem und Bogenhausen

Berg am Laim will bei Verkehrsplanung mit ins Boot

Im Gegensatz zu den Stadtbezirken Trudering-Riem und Bogenhausen ist Berg am Laim nicht in der neuen Arbeitsgemeinschaft vertreten. Das soll sich ändern.

München - Berg am Laim will in die überörtliche Verkehrsplanung im Raum München-Ost einbezogen werden. Bislang ist München in der neuen Arbeitsgemeinschaft nur mit den Stadtbezirken Trudering-Riem und Bogenhausen vertreten. Zu Unrecht, finden die Bezirksausschuss-Politiker in Berg am Laim.

Im östlichen Umland schließen sich derzeit die Gemeinden Anzing, Aschheim, Feldkirchen, Finsing, Forstinning, Haar, Kirchheim, Markt Schwaben, Pliening, Poing und Vaterstetten sowie München zusammen, um eine über die jeweiligen Stadt- und Gemeindegrenzen hinausgehende Verkehrsplanungen abzustimmen. Hintergrund ist der zunehmende Verkehr auch in Wohngebieten sowie die wachsende Lärm- und Schadstoffbelastung der Bürger. Probleme, die sich durch Bevölkerungs- und Siedlungswachstum sehr wahrscheinlich weiter verstärken werden.

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Kaum Fortschritte erkennbar

Doch obwohl sich einzelne Kommunen intensiv um Lösungen bemühen, sind kaum Fortschritte erkennbar. Nun wollen die Bürgermeister die Herausforderung gemeinsam angehen und dabei unter anderem auch staatliche Stellen und den MVV einbeziehen.

Als Grundlage für ein Gesamtkonzept und zur Ermittlung von Verbesserungsmaßnahmen sollen zunächst eine Bestandsaufnahme mit Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen anhand der vielen bereits vorliegenden Daten, Untersuchungen und Projektvorschläge erstellt werden. Dabei sollen neben dem Themenfeld Mobilität und Verkehr auch die Siedlungs- und Freiraumentwicklung in den Blick genommen werden. Es geht ebenso um Entwicklungsvorstellungen der Kommunen und Arbeitsplätze wie um Kapazität und Auslastung der diversen Verkehrssysteme, die Betrachtung von Pendlerströmen, Versorgungs- und Freizeitverkehr.

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Im Sommer wird Vorgehensweise erörtert

Mitte des Jahres soll dann über die weitere Vorgehensweise entschieden werden. So wäre zum Beispiel ein umfassendes Verkehrsentwicklungskonzept für den gesamten Raum denkbar, das konkrete Projekte und Maßnahmen vorschlägt.

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Der Ansatz sei sehr zu begrüßen, heißt es aus dem Bezirksausschuss Berg am Laim (BA 14). Doch warum sind auf München-Seite nur Trudering-Riem und Bogenhausen dabei, Berg am Laim als daran angrenzender Stadtteil aber nicht? Schließlich sei das Viertel vom Durchgangsverkehr in besonderem Maße betroffen - auf der Straße wie auf der Schiene. So stelle beispielsweise die B 304, die hier Kreiller- beziehungsweise Berg-am-Laim-Straße heißt, eine der Haupteinfallstraßen aus dem östlichen Umland in die Innenstadt dar. Mitten in Berg am Laim trifft sie auf den Mittleren Ring, der den Verkehr dann ins Münchner Stadtgebiet verteilt.

Mit Schatzbogen, Truderinger- und Baumkirchner Straße gibt es weitere wichtige Bindeglieder. „Die Berg-am-Laimer Bürger sind von den negativen Auswirkungen des steigenden Durchgangsverkehrs massiv betroffen“, so die Stadtteilpolitiker unisono. Dabei ergebe sich die Verkehrsbelastung auch sehr stark aus den Entwicklungen in den Nachbarstadtbezirken und in den Umlandgemeinden. „Deshalb müssen wir miteingebunden werden“, so der einstimmige Beschluss. Die Stadt soll sich nun darum kümmern, dass Berg am Laim in die Untersuchungen aufgenommen wird.

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Carmen Ick-Dietl

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