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Fahrer war alkoholisiert

Auf der Flucht: Elf Polizei-Streifen verfolgen Unfallfahrer

München - Ein BMW- und ein Opel-Fahrer entziehen sich einer Polizeikontrolle, wie sich später herausstellt, aus gutem Grund. Um sie zu stoppen, wird sogar der Tunnel am Innsbrucker Ring kurzzeitig gesperrt.  

Die Geschichte begann in Augsburg und fand in München ihr Ende: Wie die Polizei berichtet, ereignete sich am Mittwoch, 13.07. gegen 21.15 Uhr, ein Verkehrsunfall in Augsburg, bei dem ein BMW mit Münchner Kennzeichen beteiligt war. Der Fahrer wollte nicht, dass die Polizei gerufen wird und nahm einem anderen Unfallbeteiligten sein Handy weg. Dazu kam es zu einer Körperverletzung. Danach entfernte sich der BMW-Fahrer vom Unfallort, ohne seinen gesetzlichen Pflichten als Unfallbeteiligter nachzukommen.

Eine Streife des Polizeipräsidiums Schwaben Nord stellte eben jenen BMW später auf der A8 auf der Höhe von Dasing fest. Hinter dem BMW fuhr ein Pkw Opel mit Augsburger Kennzeichen. Durch die Fahrweise der beiden Fahrer war es offensichtlich, dass die beiden Fahrzeuge zusammen gehören.

Beide Pkw wechselten auf die A99 und fuhren danach weiter ins Stadtgebiet München. Mittlerweile verfolgten sie zwei Streifen des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, vier Streifen des Polizeipräsidiums Schwaben Nord und fünf Streifen des Polizeipräsidiums München verfolgt. Die Autos überfuhren am Effnerplatz eine rote Ampel und bogen in den Innsbrucker-Ring-Tunnel ein. Dort gelang es den Einsatzkräften sie anzuhalten. 

Der Tunnel musste dazu in südlicher Fahrtrichtung kurzfristig komplett gesperrt werden. Den Opel hatte ein 42-jähriger Augsburger gefahren, den BMW ein 36-Jähriger aus Unterföhring. Der BMW-Fahrer, der mit über 0,8 Promille alkoholisiert war, wehrte sich musste von den eingesetzten Polizeibeamten gefesselt werden.

Sein Pkw war im Frontbereich stark beschädigt und er wurde zur Spurensicherung sichergestellt. Ein Atemalkoholtest beim Opel-Fahrer ergab einen Wert von ca. 0,4 Promille. Nachdem beide als Unfallverursacher bei dem Unfall in Augsburg in Frage kamen, wurde bei beiden eine Blutentnahme veranlasst und im Institut für Rechtsmedizin durchgeführt. Danach wurden sie im Polizeipräsidium München erkennungsdienstlich behandelt.

Der Führerschein des BMW-Fahrers wurde noch sichergestellt. Nach diesen polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden wieder entlassen.

mm/tz

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