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Muss auf jeden Fall abgerissen werden: Der Rohbau der griechischen Schule, an dem seit Längerem nicht mehr gearbeitet wird.

Rohbau muss abgerissen werden

Streit mit Stadt um Schulbau: Die Griechen stehen unter Zeitdruck

Für die Griechen läuft das letzte Ultimatum zu ihrem Schulbau in Berg am Laim. Stimmen sie nicht bis Juni einer gemeinsamen Nutzung des rund 17.300 Quadratmeter großen Grundstücks zu, wird die Stadt auf Herausgabe des Grundstücks klagen.

München - Lange währt er nun schon, der Streit um das Areal an der Hachinger-Bach-Straße. Die griechische Gemeinde will dort eine Schule bauen, dafür hatte sie das Grundstück von der Stadt bekommen. Die Griechen konnten aber die vertraglich vereinbarte Zeit für den Bau nicht einhalten, mit der Folge, dass das Areal an die Stadt zurückgefallen ist. Die Stadt will dort nun selber eine Schule bauen, denn im Viertel gibt es Bedarf. Das wollen die Griechen aber nicht akzeptieren. Sie erkennen die Grundbuch-Umtragung nicht an und wollen das Grundstück mit dem unfertigen Rohbau nicht wieder herausgeben.

Der Kompromiss, der von der griechischen Regierung ins Spiel gebracht wurde, sieht einen Schulbau für Griechenland neben einem Gymnasium für München vor. Diese Idee samt den daraus resultierenden Folgen müssen die Griechen schriftlich bejahen. Sonst reicht die Stadt automatisch Klage ein. Das hat der Stadtrat bereits im Februar beschlossen. Liegt ein entsprechendes Schriftstück vor, befasst sich der Stadtrat noch einmal damit - allerdings ohne Gewähr auf Zustimmung.

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Aufteilung des Areals wäre eine Möglichkeit

Der Vorschlag: Die Stadt baut auf rund 9500 Quadratmetern zusätzliche Räume fürs benachbarte Michaeligymnasium, das dann von bislang sechs G8- auf insgesamt sieben G9-Klassenzüge erweitert werden kann. Die Griechen können auf den restlichen 7800 Quadratmetern ihren Schulbau realisieren. Diese Fläche soll der Republik Griechenland im Erbbaurecht überlassen werden, dafür muss dann Erbbauzins gezahlt werden. Die geplante Dreifach-Sporthalle sowie die zum Teil neuen Freisportflächen könnten von der Griechischen Schule gegen das übliche Entgelt mitgenutzt werden.

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Der Haken: Weder die Griechen noch die Münchner könnten in dieser Gemeinschaftslösung ihre ursprünglichen Pläne komplett umsetzen. Die Stadt wollte zuletzt ein eigenständiges vierzügiges Gymnasium mit Freisportflächen errichten. Dazu noch ein Haus für Kinder mit Regionalhort, auf das nun zugunsten der Griechen verzichtet würde - sehr zum Ärger des örtlichen Bezirksausschusses.

Vorhandener Rohbau muss abgerissen werden

Auch für die Griechen gibt es Probleme: Egal wie die Entscheidung am Ende aussieht - der vorhandene Rohbau der Griechen auf dem Grundstück muss auf jeden Fall abgerissen werden. Das ist einer der Punkte, der den Hellenen zuletzt gar nicht schmeckte. Haben sie doch bereits einige Millionen in den Bau gesteckt. Ungeklärt ist bislang auch, wer die Kosten für den Abriss der mittlerweile bereits deutlich verfallenen Ruine an der Hachinger-Bach-Straße übernimmt. Wegen der erdbebensicheren Ausführung durch die Griechen werden sie auf eine beträchtliche Summe geschätzt.

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In seinem Schreiben an den Bezirksausschuss Berg am Laim hat das Kommunalreferat nun auch erstmals offiziell bestätigt, dass sich der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für die Griechen eingesetzt haben. Die beiden SPD-Politiker seien an ihren Parteigenossen Oberbürgermeister Dieter Reiter mit der Bitte herangetreten, sich doch um eine einvernehmliche Lösung zu kümmern - um diplomatische Verwerfungen zu verhindern.

Carmen Ick-Dietl

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